Fotorundgang durch die Ruinenstadt Butrint

Der kleine Ort ganz im Süden der Halbinsel hat es zu grosser Berühmtheit gebracht, auch wenn die Gründungsgeschichte der einstigen antiken Stadt Butrint nicht abschliessend geklärt ist. Die Stadt war wie so viele in Albanien unter häufig wechselnder Herrschaft. Hier herrschten mal die Griechen, aber auch Römer, Venezianer, Osmanen, Byzantiner und noch einige weitere Stämme und Völker. Seit der Unabhängigkeit 1912 gehört Butrint nun offiziell zu Albanien. Aber Ruhe kehrte zu dieser Zeit in der Ruinenstadt noch nicht ein.

Erst im Jahr 1928 begann ein italienischer Archäologe mit der Erforschung der Ruinen in Butrint, im Zuge dieser Mission wurde zwei Jahre später das erste Museum eröffnet. Die vielen Unruhen und Kriege in Albanien sorgten immer wieder für Ausgrabungsstopps der Missionen verschiedener Länder. 1997 wurde das Museum infolge der bürgerkriegsähnlichen Zustände geplündert. Viele Gegenstände konnten mittlerweile zum Glück zurückgebracht werden.

Das Gelände ist relativ gross und oft mitten im Wald, es bietet also auch im Sommer viel Schatten. Mittlerweile gehört die Ausgrabungsstätte sowie weite Teile der umgebenden Wasserflächen zum gleichnamigen Nationalpark Butrint. Das Highlight der Ruinenstadt ist sicherlich das Amphitheater, aber auch zahlreiche andere Bauten und Ruinen sind sehr interessant.

Eine kleine Fähre bringt auch Autos über den kleinen Vivar-Kanal, denn es gibt keine Brücke, die das Festland mit Butrint und somit der Spitze der Halbinsel verbindet.

Butrint - wichtigste Informationen für deinen Besuch
Eintrittspreis: 700 Lek (rund 5.20 Euro) für Ausländer

Öffnungszeiten: von 8 Uhr bis Sonnenuntergang

Anfahrt:
– mit dem Auto von Saranda ca. 17 km über Ksamil ganz in die Südspitze der Halbinsel / Via Fähre vom Festland – die Strasse soll befahrbar aber nicht top sein.
– Ab Saranda sollen auch öffentliche Busse fahren.

Private Tour:
Bist du nicht mobil und möchtest zudem eine Privat-Führung durch das UNESCO-Gelände von Butrint haben? Dann können wir dir diese Tour empfehlen: Butrint – 2.5h Führung inkl. Transport ab Sarande
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Und nun lassen wir die Bilder von Butrint sprechen

Steinturm, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Der venezianische Turm aus dem 15. Jahrhundert ragt gleich neben dem Eingang empor.
Steinfenster, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Einblick in eine der römischen Wohnungen, die im 5. Jahrhundert zum Titrikon-Palast umgenutzt wurden.
Mit Blumen und Gras überwachsene Mauern, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Die alten Mauern werden vom Frühling eingenommen, die Stimmung um diese Jahreszeit ist überwältigend.
Haus-Ruine mitten im Wald, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Ein Teil der Wehrmauer und seiner Gebäude liegt im Wald verborgen.
Biene in Blüte, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Der Frühling hat Butrint im Griff und die Bienen sind fleissig
Steinerne Bögen, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Blick in die grosse Basilika, eine Kultstätte aus der Frühchristlichen Periode, erbaut im 6. Jahrhundert.
Säulen in runder Form, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Einst hatte die Taufkapelle erbaut im 6. Jahrhundert einen schönen Mosaikfussboden. Teile davon sind im Museum ausgestellt.
Weisse kleine Blumen, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Auf dem Waldboden strahlen diese zierlichen Blumen um die Wette.
Tor mit Löwe darauf, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Woher das Löwentor seinen Namen hat, ist bei genauerer Betrachtung schnell klar.
Eckige Burg mit Innenhof, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Die venezianische Burg aus dem 14. Jahrhundert musste 1930 wiederaufgebaut werden.
Eidechse, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Einer der heutigen Burgbewohner in Butrint.
Blick über das Thermalbad aus dem 2. Jahrhundert zum Theater.
Schildkröte im Wasser, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Um das römische Theater sind die Thermalbäder, wo noch heute gebadet wird.
See, Wolken, Hügel, Ruinenstadt Butrint Albanien Reisen
Die Aussicht auf den Butrintsee ist von hier aus fantastisch.

Fazit: Lohnt sich ein Besuch von Butrint vielleicht sogar auch, wenn du alte Steine gar nicht magst?

Wir sind jetzt nicht die grössten Fans von antiken Ausgrabungsorten, trotzdem hat uns der Besuch in Butrint sehr gut gefallen und wie würden da sofort wieder hin. Es sind einerseits die Ruinen, aber auch die Natur. Am Seetor hat es Bänke aufgestellt mit perfekter Sicht auf den Butrintsee und die Lagune. Wir sind sicher eine halbe Stunde dort gesessen und haben einfach nur die Umgebung angeschaut. Die Ausgrabungsstätte ist sehr abwechslungsreich und auch die Natur dazu. Der Eintritt ist dazu wirklich nicht so hoch. Wir können dir den Besuch von Butrint absolut nur empfehlen.

Konnten wir dir Albanien schon etwas näher bringen oder brauchst du noch mehr Überzeugung?

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