Reise und Fotografie gehört einfach fix zusammen. So gehören auch das Reisegepäck sowie das Kamera- Equipment zusammen. In diesem Blog gebe ich dir einige Tipps hinsichtlich dem Einsatz des Equipments, sodass du lange Freude an deiner Kamera un Co. hast.

Gepolsterter Rucksack für den Transport


Für den Transport empfehle ich dir einen gepolsterten Rucksack und auf keinen Fall eine Umhängetasche. Objektive und Kameras werden schnell sehr schwer und da tust du mit einem Rucksack deinem Rücken etwas Gutes. Eine Umhängetasche kann schnell nerven und zu Rückenschmerzen führen. Zudem empfehle ich dir, einen Rucksack zu wählen, der nicht nur einen Front Zugriff hat, sondern auch bei der Rückenpartie geöffnet werden kann. Das erleichtert erstens das Befüllen und verkürzt die Suche nach dem gewünschten Objekt. Auf längeren Reisen setze ich einen Ski-Touren-Rucksack von Haglöfs ein. Dieser nennt sich Skra. Ich habe ihn in den Grössen 27 Liter und 35 Liter. Beide sind mit einem Kamera-Insert ausgestattet, so dass meine Ausrüstung sicher aufbewahrt ist. Auf Städtetrips habe ich den Booq Slimpack dabei. Ein stylischer und funktionaler Rucksack. Manchmal nehme ich auch meinen Kanken mit einem Kamera-Insert mit.

Sei für den Regen bereit
Kamera und Objektive sind meist gegen Spritzwasser und Staub abgedichtet. Dennoch solltest du nie vergessen, dass Elektronik und Wasser eine Kombination ist, welche sich nicht so gut verträgt. Deshalb empfehle ich dir immer einige Gel-Säckchen im Rucksack zu haben. Diese saugen allfällige Feuchtigkeit auf, welche sich trotz Raincover im Rucksack bilden könnte.

Staub und Sand können schnell zu Problemen führen

Stefan Tschumi – immer auf der Suche nach dem besten Motiv.

Aus meiner Sicht ist Wasser nicht das grösste Problem, sondern der Staub. Wenn du mit nur einem Objektiv unterwegs bist und dementsprechend keinen Objektivwechsel durchführst, ist Staub ein Thema über das du dir nicht gross Gedanken machen musst. Stell dir aber vor, du bist auf Safari und hast zwei Objektive dabei. Ein Supertele und ein Zoomobjektiv mit dem Brennweitenbereich 24-70mm. Wenn die Tiere weit weg sind bist du mit dem Supertele gut bedient. Kommen diese aber näher, kann es sein, dass du dein 24-70mm benötigst. Das heisst, du musst dein Objektiv wechseln, falls du keinen zweiten Body dabeihast. In Afrika ist es aber oft staubig und wenn du jetzt dein Objektiv wechselst, läufst du Gefahr, dass der Staub in deinen Kamerabody eintritt und sich dort auf dem Sensor festsetzt. Wechsle Objektive deshalb mit Bedacht und verzichte im Zweifelsfall lieber darauf. Noch schlimmer kann der Strand sein. Hier solltest du auf einen Objektivwechsel verzichten. Nicht nur der Sand, sondern auch das Salzwasser können deiner Kamera zusetzen. In der Atacama Wüste in Chile hatte ich beispielsweise auch Probleme mit Staub. Bis alles wieder vom Sensor weg war hat einige Zeit gedauert. Zwölf Reinigungen waren notwendig.

Achtung bei grosser Kälte

Viele Hobby-Fotografen lassen ihre Kamera im Winter Zuhause. Dies ist schade, denn der Winter ist eine super Zeit. Die Natur ist extrem ruhig und zeigt sich von einer ganz besonderen Seite. Allerdings sollte auf einige Punkte geachtet werden. Die Kamera sollte sich etwas akklimatisieren. Wenn du von drinnen nach draussen gehst, ist der Temperaturwechsel nicht so dramatisch. Wenn du von draussen kommst, wo Minusgrade herrschen und du betrittst einen Raum mit 24 Grad Raumtemperatur, dann wird sich die Linse beschlagen. In der Regel ist dies nicht weiter schlimm. Nimm aber auf jeden Fall keinen Objektivwechsel vor und lege die Kamera nicht zu nahe an einen Heizkörper. Du solltest verhindern, dass sich Feuchtigkeit im Innern des Kamerabodys und des Objektivs bildet und so Pilze wachsen können. Ich empfehle dir, die Kamera einfach im Keller zu lassen und erst nach einigen Stunden in die Wohnung zu nehmen.

Kamera immer mal wieder reinigen

Die Kamera wird gerne einmal staubig und dreckig. Reinige die Kamera regelmässig. In einem ersten Durchgang mit einem Blasebalg. So entfernst du den ersten groben Staub. Dann kannst du mit einem feuchten Lappen die Kamera abreiben und danach kurz trocknen. Beim Objektiv kannst du gleich vorgehen. Achte hier vor allem auf den Bereich des Glases. Verhindere auf jeden Fall, dass du mit einer Verunreinigung wie zum Beispiel einem Sandkorn auf dem Glas umher wischst. Dies kann zu Kratzern führen.


Stefan Tschumi – Fotoexperte auf comewithus2

Der Kreuzlinger hat am Institut für Angewandte Medienwissenschaften (IAM) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur Journalismus- und Organisationskommunikation studiert und dabei im Jahre 2011 das erste Mal den Auslöser einer Spiegelreflexkamera gedrückt. Seit da lässt ihn die Faszination für Bilder nicht mehr los. Zur Fotografie hat sich in den vergangenen Jahren die Videoproduktion hinzugesellt und aus dem Hobby wurde ein Beruf.

Als Kursleiter Fotografie und Video teilt Stefan sein Wissen bei der Klubschule Migros und arbeitet als Eishockey-Reporter, Eishockey-Guide und Produktionsassistent beim Schweizer Radio und Fernsehen. Für die Firma Kistler ist er als Multimedia Specialist unterwegs und produziert Unternehmensfilme. Da es über die Jahre immer mehr Anfragen bezüglich Foto- und Videoprojekten aus dem privaten sowie dem beruflichen Umfeld gab, gründete Stefan TSCHUMI Media und produziert heute unter anderem für Unternehmen wie Costa AIDA, Microsoft und Nintendo.

Neben der Fotografie ist das Reisen die andere grosse Passion – etwas, das Stefan mit comewithus2 teilt. Ab September 2017 wird Stefan selber auf der Welt unterwegs sein und dabei einen eigenen Blog betreiben, seine Reisen in Vlogs teilen und natürlich viele Fotos schiessen. Mitverfolgen kann man die Reise auf www.journeyglimpse.com

Mehr über Stefan Tschumi gibt es auf Instagram: stefantschumi
Auf 500px: 500px.com/stefantschumi
Oder auf seiner Homepage: tschumimedia.com

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