Unsere Tipps und Tricks zum Reisen mit Wohnmobil in Serbien

So richtig wussten wir nicht, was uns hinter der Serbischen Grenze erwartet, umso mehr überraschte uns, dass wir ein so modernes Land mit super netten Menschen und guter Infrastruktur vorfanden. Wie bei jedem Land gibt es aber auch in Serbien ein paar Dinge – speziell für Reisende mit Camper – zu beachten. Unsere Erfahrungen und entsprechenden Tipps für andere Camper zum Reisen in Serbien haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

Falls du nach Reisezielen suchst, ist dies nicht der passende Artikel – hier lang für Reiseziele in Serbien – in diesem Beitrag geben wir Informationen zum Reisen in Serbien.

Camping Serbien
Das Reisen mit Camper macht in Serbien richtig viel Spass. Unsere Tipps & Tricks gibt es hier zum Nachlesen.

Deine Reise nach Serbien – die Einreise

Wir sind über einen kleineren Grenzübergang von Montenegro aus nach Serbien gereist. Die Kontrolle war im normalen Rahmen, was heisst, Personalausweise, Fahrzeugpapiere und Grüne Karte wurden kontrolliert sowie ein kurzer Blick in den Camper geworfen.

Kontrolliere also unbedingt vor der Reise nach Serbien ob deine Versicherung dir den üblichen Schutz auch in Serbien bietet – sprich, ob SRB auf deiner Grünen Karte steht und NICHT durchgestrichen ist. Falls du keinen Versicherungsschutz hast, musst du an der Grenze die Haftpflichtversicherung lösen.

Check vor jeder Reise ins Ausland, ob dein Versicherungsschutz ausreichend ist.

Achtung: Wenn du vom Kosovo nach Serbien reisen willst, so ist dies nur möglich, wenn du in den Kosovo auch von Serbien aus eingereist bist.

Autofahren in Serbien

Wenn wir in anderen Balkanländern von rasenden grossen Autos überholt wurden, waren es oft Serben. So machten wir uns auf einiges im Land selber gefasst, doch es kam ganz anders! Mit Ausnahme der Umgebung von Belgrad haben wir die Serben als angenehme Verkehrsteilnehmer erlebt. Die Verkehrsregeln – meist auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen – werden grösstenteils eingehalten. In Belgrad funktionierte unsere Fahrt soweit sehr gut, bis wir einen Abzweiger verpassten und uns im Einbahn-Dschungel fanden… Naja unser Fehler!

Den Grund für das brave Fahren haben wir auch entdeckt, es gibt oft Polizeikontrollen – mit Lasergeräten! Sowas haben wir schon sehr lange nicht mehr gesehen, hier meinen sie es aber wohl ziemlich ernst.

Die Strassen in Serbien sind sehr gut – ausser du willst in die hintersten Ecken der schönen Natur.

Strassenverhältnisse und Autobahngebühren

Es gibt zwei Autobahnen, die in Serbien Maut kosten. Einmal die E75 von Horgoi im Norden bis nach Nis bzw. Leskovac im Süden und die E70 von Batrovci an der Grenze zu Kroatien nach Pancevo etwas westlich von Belgrad. Hier ein Beispiel anhand ein paar Routen:

  Strecke Kat. 1 Kat. 2 Kat. 3 Kat. 4
  Belgrade – Nis 6,30 Euro
730 RSD
 9,50 Euro
1.100 RSD
 19,00 Euro
2.190 RSD
 37,90 Euro
4.390 RSD
  Belgrade – Novi Sad 2,10 Euro
240 RSD
3,10 Euro
350 RSD
6,20 Euro
710 RSD
 12,30 Euro
1.420 RSD
  Belgrade – Sremska Mitrovica 1,50 Euro
170 RSD
2,30 Euro
260 RSD
4,30 Euro
500 RSD
 8,70 Euro
1.000 RSD
Kategorie 1: Motorräder, Pkw bis zu einer Höhe von 1,30 m an der Vorderachse oder unter 1,9 m Gesamthöhe
Kategorie 2: Pkw mit Anhänger bis 3,5 t zGG und einer Gesamthöhe über 1,9 m
Kategorie 3: Fahrzeuge mit über 3,5 t zGG und einer Höhe über 1,30 m an der Vorderachse, bis 3 Achsen (auch Lkw/Wohnmobil)
Kategorie 4: Fahrzeuge mit über 3,5 t zGG und einer Höhe über 1,30 m an der Vorderachse und mit mehr als 3 Achsen

Die meisten Strassen inklusive Nebenstrassen haben wir in recht gutem Zustand angetroffen. Es gibt aber schon auch die Holperpisten wie z.B. die Zufahrt zum Tara-Nationalpark. Und zum Beispiel am Uvac-Canyon kann auch eine auf Google-Maps weiss markierte Strasse zu einer sehr schlechten unbefestigten Strasse werden.

Die wichtigsten Regeln zum Verkehr in Serbien
Licht: Tagfahr- bzw. Abblendlicht ist auch tagsüber obligatorisch
Alkohol: 0.3‰ bzw. 0‰  für Motorradfahrer und für Neulenker, die Ihren Führerausweis seit weniger als 1 Jahr besitzen.
Geschwindigkeiten: für Fahrzeuge bis 3.5 t ohne Anhänger gelten Innerorts 50 km/h, Ausserorts 80 km/h, Autostrasse 100 km/h, Autobahn 120 km/h
Mautstrassen: Vereinzelte Autobahabschnitte sind mautpflichtig (siehe oben). Die Autobahngebühren können in RSD, EUR oder mit einer gängigen Kreditkarte  bezahlt werden.
Unfall: Bei Sachschäden das europäische Unfallprotokoll ausfüllen und bei sichtbaren Karosserieschäden zusätzlich einen Polizeirapport erstellen lassen (kann nach dem Unfall auf einer Polizeistelle gemacht werden), da es ohne zu Problemen am Zoll kommen kann. Bei Personenschäden immer die Polizei und Ambulanz verständigen.

Währung und Kosten für Alltägliches

In Serbien wird mit Dinar (RSD) bezahlt. Der Wechselkurs während unseres Aufenthaltes im Mai 2017 war 1 CHF = 109 RSD / 1 Euro = 120 RSD. Die Güter des täglichen Lebens wie auch das Essen in Restaurants etc. empfanden wir als preiswert, die Campingplätze mit ihren einheitlichen 15 Euro aber verhältnismässig eher im gehobenen Preisrahmen.

Lustigerweise sind sehr viele Preise in Serbien in Euro angeschrieben. So wurde uns an mehreren Orten jeweils ein Eurobetrag zum Bezahlen angegeben – z.B. auf Campingplätzen oder der geführten Tour am Uvac. Doch bezahlen kannst du nur in Dinar! Euro werden nicht akzeptiert und erst auf Nachfrage sagen sie dann den Preis in Dinar, der aber gerundet wird und meistens etwas weniger ist, als der gesagte Europreis.

Was wir so für alltägliche Dinge bezahlt haben:

Burek und Teiggebäcke (4 Stk) RSD 300.- / CHF 2.70
Mittagessen für zwei inkl. Getränke RSD 1010.- / CHF 9.20
Abendessen im Restaurant für zwei inkl. Wein/Bier RSD 1400.- / CHF 12.50
Liter Diesel RSD
Camping in Zlatibor RSD 2180.- / CHF 19.50
Hotelübernachtung bei Cacak inkl. Frühstück RSD 4560.- / CHF 40.70

Unser Tagesbudget in Serbien

Für jedes Land machen wir uns ein Tagesbudget. Der Betrag gilt jeweils für uns beide zusammen und ist für Übernachtung, Verpflegung sowie Reisekosten – schlicht die Lebenshaltungskosten aber exklusive Versicherungen, Steuern etc. In Serbien hatten wir CHF 40.-/Tag – rund 36 Euro – eingeplant und sind damit über die gesamte Zeit gesehen gut zurechtgekommen.

Campen in Serbien – Platz oder Frei?

Grundsätzlich ist wild Campen in Serbien verboten dazu gibt es diese etwas undurchschaubare Registrierungspflicht für Ausländer – dazu später mehr. Sicher die erste Nacht solltest du wegen dieser Meldepflicht auf einem Camping verbringen, danach ist es wohl weniger problematisch.

Serbien bietet aber sehr gute Campingplätze mit sehr hohem Standard und die Menschen sind super freundlich und freuen sich über Ausländische Gäste, auch wenn einige mit Fremdsprachen doch etwas Mühe haben.

Diese Campingplätze haben wir besucht:

  • Camping Zlatibor, Tic polje, 31315 Zlatibor
    www.camping.rs/campsite-zlatibor/ info@zlatibor.org.rs
    Schöner moderner Platz etwas ausserhalb von Zlatibor, grösstenteils leicht schräges Wiesengelände mit einigen Bäumen, moderne und grosszügige Sanitäranlagen, gratis Waschmaschine und Tumbler, grosse Küche mit Backofen, Gemeinschaftsraum, Informationsbroschüren über Serbien
    Comewithus2-Wertung: Lage *** | Ausstattung ***** | Sauberkeit **** | Preis RSD 2180.-
Kamp Zlatibor, Serbien
Abendstimmung auf dem Camping Zlatibor.
  • Camping Viljamovka ❤, Selo Kremna, 31243 Mokra Gora
    www.camping.rs/campsite-viljamovka / camping@justgo2.com
    Kleiner familiärer Camping unter Birnenbäumen – daraus macht der Betreiber seinen berühmten Birnenschnaps, den es bei Ankunft zum Probieren gibt. Schräges Wiesengelände, überschaubar, überdachte Tische und Bänke, eine moderne und saubere Dusche sowie Toilette, viele Informationen zu Ausflügen, guter Ausgangsort für Tara-Nationalpark, etwas abgelegen
    Comewithus2-Wertung: Lage *** | Ausstattung ** | Sauberkeit **** | Preis RSD 2020.-
Camping Serbien Empfehlung
Nach einem Gewitter kommt die Sonne: Camping Viljamovka bei Kremna.
  • Camping Zornica Kuca ❤, Radise Jovanovica 20, 11460 Barajevo-Beograd
    www.camping.rs/campsite-zornica-kuca / etnozk@gmail.com
    Überschaubarer Platz bei Gutshof mit ein paar Bauernhoftieren, Restaurant und einigen Zimmern. Ebener Kiesplatz mit öffentlicher Feuerstelle (inkl. Gratis Holz), absolute Ruhe, Wanderwege ab Ort, moderne Sanitäranlagen im Gutshaus, 30 Min von Belgrad entfernt, etwas abgelegen
    Comewithus2-Wertung: Lage *** | Ausstattung **** | Sauberkeit **** | Preis RSD 2165.-
Kamp Zornica
Sehr gepflegtes alte Anlage mit Bauernhoftieren und leckerem Restaurant.
  • Camping Mirocka Voda, Negotinski put bb, 19323 Prza Palanka
    www.camping.rs/campsite-mirocka-voda / mirockavoda@gmail.com
    Ebenes Wiesengelände direkt an der Donau mit Blick nach Rumänien, viele Dauercamper und Fischer – wurden als Durchreisende Ausländer ziemlich schräg angeschaut, etwas in die Jahre gekommen, übler Geruch in den spärlichen Sanitäranlagen, Restaurant und Markt daneben
    Comewithus2-Wertung: Lage **** | Ausstattung * | Sauberkeit * | Preis RSD 1800.-
Camping an der Donau, Serbien
Übernachten direkt an der Donau mit Blick auf Serbien und einem Monster-Frosch-Konzert: Camping Mirocka Voda.

Registrierungspflicht im Land – Anmelden bei der Polizei nötig?

Schon oft sind wir im Balkan auf diese alten Gesetze gestossen, dass man sich als Ausländer bei der örtlichen Polizei registrieren muss, sonst drohe Ärger bei der Ausreise. Bis jetzt haben wir das nie gemacht, hatten nie Probleme und hörten zu oft «Ach was, das macht heute keiner mehr»!

In Serbien hingegen mussten wir an praktisch jedem Camping nebst unseren Personalien den Einreiseort sowie das Einreisedatum angeben – übrigens auch am Zoll bei der Ausreise. Am ersten Platz wurde uns gesagt, dass sie die Meldung elektronisch an die Polizei sowie den Zoll machen. Diese sei aber ohne Datum, danach könnten wir also auch freistehen. Am nächsten Platz mussten wir eine Karte mit diversen Informationen über uns ausfüllen (okay der Platzwart war schon alt und das mit dem Internet, ist ihm wohl fremd) und er hat uns danach telefonisch angemeldet.

Am letzten Platz im Land – dem an der Donau – mussten wir gar nichts abgeben, bekamen auch keine Quittung, das lief also schwarz. Trotzdem hatten wir keinerlei Probleme bei der Ausreise deswegen.

Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Unsere Empfehlung für Serbien ist daher: Schau, dass dein erster Aufenthaltsort ein vernünftiger ist, so wird die Registrierung inert den ersten 24 h gemacht und danach solltest du keine Probleme mehr bekommen, wenn du auch mal freistehst.

Nationalpark-Besuche: Nur mit Guide?

Bei unserer Recherche für die Nationalpark-Besuche sowie auch auf der offiziellen Seite Serbien-Tourismus stiessen wir oft auf Aussagen, dass die Nationalparks nur mit einem Guide besucht werden können. Das stimmt so aber nicht. Wir haben die Situation in folgenden National- oder Naturparks so erlebt:

  • Uvac Canyon:  zum vollständigen Beitrag
    Schwer erreichbares Gebiet, mit einem 4×4 oder viel Zeit zum Wandern ist der Besuch aber auch ohne Guide möglich. Mittels Bootstouren oder eben Touren mit einem Guide können halt auch Besucher ohne passendes Fahrzeug mit geringem Zeitaufwand die Schönheiten erkunden.
    Informationsbüro: in Nova Varos, Parkplatz an der Strassenecke ‚ Nikole Tesle‘ – ‚Solunskih Boraca
Flusswindungen durch die Hügellandschaft: Der Uvac Canyon - Sehenswürdigkeit Serbien
Der Uvac Canyon ist ein gut gehütetes Geheimnis in Serbien.
  • Tara Nationalpark:   zum vollständigen Beitrag
    Sehr gut zugänglicher Nationalpark mit gut ausgeschilderten Wanderwegen. Es gibt ein paar besonders geschützte Regionen, die gar nicht oder nur mit Guide besucht werden können, die sind aber so abgelegen, dass du dich damit kaum auseinander schlagen wirst. Die berühmten Orte wie z.B. der Banjska Stena Lookout oder SEE kannst du auch alleine anschauen. Im Informationsbüro kannst du zudem gutes Kartenmaterial für nicht mal 2 Euro kaufen.
    Informationsbüro: im Ort Mitrovac innerhalb des Nationalparks (gut ersichtlich)
Tara Nationalpark Sehenswürdigkeiten Serbien Wandern
Ist dieser Ausblick nicht wunderschön? Vom Banjska Stena Lookout
  • Djerdap Nationalpark:   
    Hier wird es etwas komplizierter, weil der Nationalpark an der Grenze liegt und es hier anscheinend noch einige Gebiete geben soll, die nicht vollständig geräumt sind. Es gibt Wege, die du auf eigene Faust machen kannst. Das lokale Tourist-Büro gibt dazu aktuelle Informationen.
    Informationsbüro: King Peter I 14a, 19220 Donji Milanovac
Die Strasse führt lange Zeit der Donau entlang durch den Djerdap Nationalpark. Das andere Flussufer gehört übrigens zu Rumänien.

Verständigung mit den Einheimischen

In Serbien wird Serbisch gesprochen und mit dem Kyrillischen Alphabet geschrieben, was die Sache gar nicht einfach macht. Wir konnten also weder Lesen noch Sprechen. Da fühlten wir uns manchmal echt etwas hilflos. Die meisten Serben sprechen dann auch kein Englisch oder andere Fremdsprachen. Selbst im Besucherzentrum des Uvac Canyon sprach niemand Englisch, was die Leute aber nicht daran hinderte, uns total herzlich zu empfangen. Nach drei Anrufen hatte die Dame jemand Englisch sprechendes am Handy, der mich mal grob informierte und kurz später tauchte die herbeigerufene Tochter der anderen Dame auf und übersetzte.

Die Sprachsituation war teilweise echt frustrierend, trotzdem sind wir immer zum Ziel gekommen und konnten uns irgendwie durchschlagen.

Unter uns – wirklich unter uns – können wir noch verraten, dass Kroatisch, Bosnisch, Montenegrinisch und Serbisch eigentlich die gleichen Sprachen sind. Die Worte sind oft identisch oder nur leicht unterschiedlich, die einen Schreiben einfach im Lateinischen Alphabet, die anderen im Kyrillischen. Das hört aber keiner in den Ländern gerne, deshalb ist die Info nur für dich 😉

Serbien-Tourismus: unzählige super Prospekte in verschiedenen Sprachen

Ein ganz grosses Lob wollen wir Serbien-Tourismus aussprechen! Noch in keinem bis jetzt bereisten Land auf unserer Europa-Tour haben wir solch professionelle und gute Informationsbroschüren über das Land erhalten. Einen Campingführer mit den meisten Campingplätzen inklusive Bildern und Karte, Prospekte über Ausflugsorte, über Wochenendtrips und die meisten haben wir auch auf Deutsch! Echt grosse Klasse und für uns eine riesen Erleichterung der Routenplanung.

Besuch also unbedingt in den ersten Tagen ein offizielles Tourismusbüro und deck dich mit Informationen ein. Die Internetseite ist übrigens auch sehr informativ und nützlich: www.serbia.travel

Serbien Tourism
Serbien Tourismus bietet super Unterlagen für eine perfekte Reise.

Ist Serbien sicher?

Der Ruf von Serbien hat infolge der vielen Kriege und mitunter auch der darin begangenen Kriegsverbrechen stark gelitten! Wir sind aber der Meinung, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt, wo ein Land nicht mehr nur als der Schrecken der Vergangenheit gesehen werden sollte. Wie oft haben wir von unserem Nachbarland Deutschland schon gehört, dass sie es leid sind, ständig auf den Krieg und die Herrscher gewisser Zeiten reduziert zu werden. Also los Leute, gebt euch einen Ruck und Serbien die Chance, die das fortschrittliche Land verdient hat.

Ach und zur Sicherheitslage: Serbien haben wir als sehr sicheres Land erlebt. Die Leute sind enorm herzlich und hilfsbereit, sie freuen sich richtig über Westliche Besucher und tun alles, um ihnen den Aufenthalt so schön wie möglich zu machen.

Infobox: Notfallnummern
Polizei 92
Feuerwehr 93
Ambulanz 94
Vorwahl Serbien +381

Abtrünnige Regionen in Serbien – Gefahr für Touristen?

Als erstes kommt dir bestimmt der Kosovo in den Sinn. Seit 2008 sieht sich der Kosovo als eigenes Land und wird auch von verschiedenen anderen Ländern als solches akzeptiert. Auf allen Karten, die du in Serbien bekommst, ist der Kosovo aber ganz selbstverständlich als Serbien eingezeichnet.

Es gibt aber noch weitere abtrünnige Regionen, so z.B. Vojvodina im Norden des Landes. Auch diese Region möchte gerne eigenständig sein, ist aber noch lange nicht so weit wie der Kosovo.

Serbien selber hat auch solche Regionen beispielsweise die Srpska Region in Bosnien-Herzegowina. Dort sahen wir viele Serbische Flaggen gehisst, die Speisekarten waren in Kyrillisch und auch viele andere Schilder.

Lookout Tara Nationalpark
Die Drina trennt hier Serbien (links) von Bosnien-Herzegowina bzw. die Srpska Region (rechts).

Noch heute sind viele mit den gezogenen Grenzen nicht einverstanden, deshalb ein Tipp für deine Reise: Meide das Thema konsequent! Keine Gespräche über Politik oder über Länderzugehörigkeiten. Das ist ein wirklich heikles Thema und da sind viele Emotionen dahinter. Schlafende Löwen weckt man nicht, wenn man seinen Frieden möchte.

Unser Fazit zum Reisen mit Camper in Serbien

Wir sind begeistert vom Land! Die Natur hat uns mit ihrer Schönheit und den vielen unterschiedlichen Orten vollkommen verzaubert, die Menschen haben uns extrem herzlich empfangen und uns steht’s das Gefühl gegeben, Willkommen zu sein und auch die Infrastruktur mit super tollen Campingplätzen, guten Strassen und viel Sehenswertem haben uns überzeugt: Serbien ist unser Balkan-Highlight! Und wir schwärmen jedem, der es hören will – oder auch gerade den anderen – von Serbien vor!

Serbien ist bereit für uns Reisende und bietet einzigarte Schönheiten, einfaches Leben und trotzdem einen sehr hohen Standard zu tiefen Preisen. Übrigens: Im Winter wie auch im Sommer! Nur das Meer fehlt… jaja ich weiss!

Herzliche Grüsse

Dein comewithus2-Team


 

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Ein Kommentar zu “Mit dem Camper durch Serbien

  1. Hallo zusammen,
    Danke für den tollen Beitrag über Serbien. Mein Herz ging auf 😊😊.

    Liebe Grüsse aus Zürich
    Aleksandra

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