Komm mit auf einen Fotospaziergang durch die schöne Ruinenstadt Mystras

Auf dem Peloponnes im Inneren des Landes ist dieser Ort unweit von Sparta gelegen. Die Klöster sowie Wohnhäuser dienten einst auch der Bevölkerung, die Sparta verlassen wollten. Denn die Bewohner von Sparta hatten irgendwann genug von den kriegswütigen Tyrannen, die die Stadt regierten. An den Hügeln von Mystras erschufen sie ihre eigene Stadt, zur Blütezeit lebten hier über 40’000 Menschen. Für soviele Leute brauchte es natürlich auch Kloster und einige davon können bis heute auf der gepflegten Anlage besichtigt werden.

Lui auf Mauer
Die Aussicht ist einfach gigantisch – wir sehen so weit!

Besichtigung des heutigen Mystras

Noch immer bietet ein kleiner Ort ein Heim für Bürger, dort findest du Restaurants, einen kleinen Supermarkt und natürlich auch die typischen engen Gassen. Das wahre antike Mystras ist aber noch etwas weiter in den Hügeln.

Der erste Eingang befindet sich kurz nach dem Ort Mystras. Beim Ticketbüro bekommst du auch einen Plan vom Gelände mit jeweils ein paar Erklärungen zu den Bauten. Die nette Dame hat uns auch gleich den besten Weg zur Erkundung eingezeichnet, das Areal ist etwas verwinkelt und zur Festung empfahl sie uns, mit dem Auto zu fahren und den zweiten Eingang weiter oben zu nutzen. Du kannst aber auch zu Fuss gehen, es ist einfach – wie so oft – ordentlich steil und weit. Deshalb brauchst du: Gutes Schuhwerk, etwas Kondition, allenfalls Sonnenschutz und unbedingt eine Flasche Wasser.

Informationen zu Mystras
Lage: südlicher Peloponnes, unweit westlich von Sparta
Öffnungszeiten: 1. April – 31. August: 8 – 20 Uhr / September bis 19 Uhr / Oktober bis 18.30 Uhr /
1. November – 31. März: 8 – 15 Uhr
Eintrittspreis: 12 Euro / ermässigt 6 Euro
Gelände: Nur für Besucher, die gut zu Fuss sind, erreichbar.
Einkehr: Im Ort sowie etwas ausserhalb möglich, direkt vor Ruinenstadt nicht.
Toiletten: Am unteren Eingang ja, oben nein.
Parkplätze: Bei beiden Eingängen einige Parkplätze vorhanden, bei grösserem Ansturm eher schwierig, da auch Reisebusse auf den wenigen Plätzen parken.
Daumen hoch: Super Aussichten, gut erhalten, Info-Broschüre, abwechslungsreich, eindrückliche und gut erhaltene Fresken
Daumen runter: etwas unübersichtliches Gelände, eher wenige Parkplätze, Palast infolge Bauarbeiten bei unserem Besuch im April 2017 geschlossen

Fotorundgang durch Mystras

Genug gelabert, lass uns nun gemeinsam durch Mystras und seine interessanten Bauten spazieren. Die Stadt ist in eine Unter- und Oberstadt aufgeteilt. Wir starten in der Unterstadt mit der Hauptkirche also der Metropolis. Eine wunderschöne Baute, die im zweiten Stockwerk auch ein kleines Museum mit Kleidung, Knöpfen und Schmuckstücken beinhaltet.

Frontalansicht steinernes Gebäude mit Bögen, Mystras, Griechenland entdecken
Die Hauptkirche – Metropolis – von Mystras genannt Agios Dimitrios.
Steinerne Torbögen, Mystras besichtigen, Sehenswürdigkeiten Griechenland
Die Bögen der Metropolis…
Fenster mit steinernen Bögen, Mystras, Griechenland, Peloponnes
…und hier die Fenster mit den schönen roten Ziegeln.

Die Metropolis ist die älteste Kirche von Mystras und wurde 1291 erbaut sowie im 15. Jahrhundert umfangreich erweitert. Leider wurden bei dieser Erweiterung sämtliche Fresken zerstört.

Wir spazieren weiter zum Agios Theodoros. Hier können wir im Inneren noch viele teilweise gut erhaltene Fresken bewundern. Fresken wird übrigens die Art der Wandmalereien genannt, dabei wurden die in Wasser eingeweichten Farbpigmente direkt auf den frischen Kalk aufgetragen.

Wandmalereien an Steinwänden in Kirche, Mystras
Im Inneren des Agios Theodoros Klosters sind die Fresken noch gut zu sehen.

Unweit entfernt steht die Evangelistria von Mystras. Der Pfad hinter diesem eindrucksvollen Bau führt weiter in die mittlere Ebene von Mystras. Diesem folgen wir bis zur Pantanassa.

Steinmauern vor Kirche, Mystras, Griechenland
Die Evangelistria in Mystras wird teilweise von Mauern umgeben.
Strauch mit violetten Blumen, Kirche, Mystras
Aber auch die Hinteransicht der Evangelistria mag zu beeindrucken.

Das Kloster Pantanassa wurde etwa 1428 erbaut und hier leben noch heute Nonnen. In der Kirche finden sich wiederum Fresken aus dem 17. bis 18. Jahrhundert. Aber auch der übrige Prunk in der Kirche ist sehr eindrücklich und der Ausblick von dort über Sparta und die ganze Ebene ist fantastisch.

Tor einseitig offen, Blumentöpfe, Mystras, Pantanassa
Eingangstor vom Pantanassa – dieser Ort ist sogar noch bewohnt.
Steinerne Bögen, Weitsicht, Mystras besichtigen, Sehenswürdigkeiten Griechenland
Bögen vor der Kirche der Pantanassa – die Aussicht ist fantastisch!
Goldverkleidungen, Kronleuchter, Wandmalereien, Mystras
Prunkvolles Innenleben in der Kirche des Pantanassa.
Lui auf Treppe, Mystras, Griechenland
Kurze Pause im Pantanassa – das Gelände ist teils sehr steil.

Hier entscheiden wir uns für den Weg nach unten, kommen am Kloster Agio Taxiarches vorbei, welches direkt an den Fels gebauen wurde und steigen danach in die untere Stadt ab. Dort führt der Rundweg entlang verschiedener Bauten und Ausgrabungen zurück zum Eingangshäuschen.

Kloster in Hang gebaut, Mystras besichtigen
Das Kloster Agio Taxiarches liegt am Rande des Geländes von Mystras.
Holzdach, Steinmauern, bemalter Altar, Mystras
Ein ehemaliger Altar in einer der kleinen Gebäuden beim Ende des Rundweges.

Wie uns empfohlen wurde, fahren wir zum oberen Teil der Stadt und parken Karl da. Trotzdem führt nochmals ein steiler Weg bis ganz zur Burg hinauf, von wo der Ausblick natürlich mitunter das Highlight ist.

Ruinen, violette Blumen, Mystras, Griechenland Sehenswürdigkeiten
Ruinen der Burg auf der Spitze des Hügels.
Lui auf Burgmauern, Aussicht, Weite, Ebene, Mystras
Weitblick von Mystras aus der Burg nach Sparta.
Stängel mit vielen weissen kleinen Blumen, Mystras, Frühling
Der Frühling hält auch in Mystras Einzug.
Schnee auf Bergen im Hintergrund, Mystras
Perfektes Wetter und doch sehen wir noch Schnee auf den Bergen.

Leider ist der Despotenpalast bei unseres Besuches infolge Bauarbeiten komplett geschlossen. Das ist natürlich sehr schade, zählt er doch mitunter zu den Highlights von Mystras. Aber so ein Ort muss natürlich gepflegt werden, ansonsten fallen die Schätze der Zeit zum Opfer.

Kurzbesuch in Sparta

Wenn wir eh schon da sind und in den Gassen Marktstände erspähen können, machen wir auch gleich einen Halt. Nur das mit dem Parkplatz, ist gar nicht so einfach. Es hat hunderte Parkplätze – wenn nicht sogar mehr – aber restlos alle sind belegt. Erst beim Stadion fanden wir einen Platz für Karl. Vorteil: Wir konnten die imposante Statue bestaunen. Nach rund 45 Minuten waren wir zurück. 15 Minuten brauchten wir zu Fuss ins Zentrum und weitere 15 Minuten schlenderten wir auf dem kleinen Gemüsemarkt umher. Ausbeute: 2 Erdbeerpflänzchen (leben noch & tragen Früchte), ein Bund Frühlingszwiebeln (aufgegessen) und 2 Salatsetzlinge (eingegangen). Wir fanden den Ort total unspektakulär.

Krieger, Griechenlandfahne, Sparta
Denkmal von Leonidas, einst war er König von Sparta.

Unser Fazit zu Mystras

Uns hat die Ruinenstadt sehr gut gefallen. Tolle Lage, schöne und interessante Bauten, die sehr abwechslungsreich sind und die Umgebung ist ebenfalls wunderschön. Mystras ist für mich persönlich die schönste von uns besuchte antike Anlage in Griechenland und somit kann ich dir den Besuch absolut nur empfehlen. Zieh dir, wie oben schon gesagt, gute Schuhe an, sorge für ausreichend Wasser und allenfalls einen kleinen Snack und schütz dich vor der Sonne, dann steht deiner Entdeckung von Mystras nichts mehr im Wege.

Antike Grüsse aus Mystras

Dein comewithus2-Team


 

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