Pogača: Das traditionelle Brot von Slowenien selber backen – perfekt zum Apéro

Pogača ist ein herrlich luftiges Weissbrot, welches in Slowenien traditionell zum Wein gereicht wird. Am besten schmeckt es frisch gebacken und noch warm direkt aus dem Ofen. Unter den wachsamen Augen der Meisterbäckerin Bernarda durften auch wir ein Pogača backen und wenn sich bei dir spontan Gäste angemeldet haben, dann ist dieses Rezept für ein frisches Pogača genau das Richtige.

Pogaca backen - Rezept, Tradition Slowenien
So sieht das fertige Pogaca aus – naja normalerweise wäre noch eine Schicht Kümmel drauf, mögen wir zwei aber nicht…

Zutaten für ein Pogača

Bevor wir beginnen, solltest du folgende Zutaten in diesen Mengen bereitstellen. Es wird ein Pogača auf einem grossen Blech ergeben und reicht als Snack zum Wein gut für 6 Personen – es ist aber so lecker, dass ihr es bestimmt auch zu viert locker schafft.

  • 500 Gramm Weissmehl
  • 2 Teelöffel grobkörniges Salz
  • 20 Gramm frische Hefe
  • 1/2 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Sonnenblumenöl
  • 3.5 Deziliter lauwarmes Wasser
  • 1 Hand voll grobkörniges Salz
  • 1 Hand voll Kümmelsamen
  • 1 Eigelb zum bestreichen
Pogaca backen - Rezept
Ein gutes Mis-en-place ist die Halbe Miete

Rezept für die Zubereitung eines Pogačas

Stelle das Mehl in einer Schüssel bereit und gib 2 TL Salz in einer Mulde hinzu. Darauf schüttest du rund 2/3 des Wassers und lässt es ruhen – die groben Salzkörner sollen sich im Wasser auflösen.

Pogaca traditionell Essen Slowenien
Wasser und Salz arbeiten zusammen auf dem Mehl.

Nun gibst du den Zucker in das restliche Wasser, rührst etwas um bis die Kristalle zergehen und bröckelst nun die Hefe hinein. Dieser geben wir schön Zeit, sich im Wasser aufzulösen und anzufangen, mit dem Zucker zu arbeiten. Du siehst nach ein paar Minuten, dass sich auf der Wasseroberfläche ein heller Schaum gebildet hat, jetzt ist das Gemisch bereit sich mit der Mehl-Wassermasse zu vereinen.

Nachdem du das Hefe-Wasser zum Mehl gegeben hast, gibst du auch noch das Sonnenblumenöl bei und knetest du den Teig mit beiden Händen kräftig durch. Es soll sich schön Luft im Teig einschliessen, damit das Brot noch luftiger wird. Ist die Masse zu feucht – also klebrig – gib noch etwas Mehl hinzu. Sollte sie zu trocken sein und nicht alles Mehl aufnehmen können, entsprechend noch etwas Wasser.

Pogaca backen
Liebe ist die wohl wichtigste Zutat in jedem Gebäck.

Hast du einen kompakten Teig, der wie eine glatte Kugel ist, deckst du ihn mit einem feuchten Tuch zu und lässt ihn 30 Minuten im Warmen ruhen.

Ist die Masse schön aufgegangen, bestäubst du deine Hände mit etwas Mehl und nimmst den gesamten Teig in deine rechte Hand – Linkshänder ausprobieren… evtl. bei euch die linke Hand. Mit der linken Hand «kneifst» du in die seitliche Mitte des Teiges und drehst ihn im Gegenurzeigersinn in deiner rechten Hand. Du «kneifst» immer wieder an derselben Stelle, die auch etwas abstehen darf, während der Teig sich auf deiner rechten Hand dreht und schön flach wird. Dieser Schritt ist weder Geschmacks- noch Konsistenzentscheidend, sondern nur die traditionelle Art und Weise, wie die Slowenier den Teig glätten. Kommst du mit der Anleitung nicht klar, rollst du die Teigkugel zwischen deinen beiden Händen hin und her – nicht drücken nur rollen – und glättest ihn so.

Leg die Kugel nun auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Das Teigholz verstaust du mal schön wieder im Schrank, du brauchst nur deine Finger. Mit diesen drückst du den Teig nun auseinander. Immer schön rund und mit den gesamten Fingern. Vorsichtig, mit Liebe und Gefühl dehnst du den Teig immer weiter, bis dein Teigzirkel an die Bleckwand stösst. Ach und beachte: In der Mitte soll der Teig etwas dicker bleiben als am Rand.

Pogaca backen
Mit viel Gefühl den Teig langsam bis zum Blechrand drücken – er soll rund bleiben!

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um den Ofen einzuschalten und auf 250 Grad vorzuheizen.

Damit du das heisse Brot später leichter brechen kannst, schneiden wir den Teig bereits vor dem Backen. Nimm ein schön langes glattes Messer und setze die Spitze 3-4 Millimeter innerhalb des Teigkreises an. Der erste Schnitt geht dabei durch die Mitte, anschliessend soll es pro Hälfte drei weitere Schnitte geben. Du sollst bis auf das Blech hinunter schneiden, damit das Brot gut gebrochen werden kann. Aber nicht vergessen: Am Rand 3-4 Millimeter stehen lassen und immer schön schneiden nicht ziehen. Hast du deinen Teig in Streifen geschnitten, müssen daraus nun Quadrate werden. Dreh das Blech also um 90 Grad und mach genau dasselbe nun von dieser Seite. Beginne in der Mitte und je vier Schnitte auf jede Seite. Jetzt ist es besonders wichtig, dass du nur drückst und nicht ziehst, sonst werden aus den Quadraten unförmige Vierecke.

Pogaca backen Anleitung und Rezept
Der Teig wird vor dem Backen geschnitten, um das Brot danach gut brechen zu können.
Pogaca backen
Gute Vorarbeit kommt dir beim Brechen des warmen Brotes zu Gute.

Fertig? Nein, noch nicht ganz! Trenne das Eigelb vom Eiweiss und bepinsle den geschnittenen Teig mit dem gelben Teil. Anschliessend streust du grosszügig vom grobkörnige Salz auf den Teig und verteilst so viele Kümmelsamen darauf, wie du magst. Traditionell sind das sehr viele, da wir zwei aber beide keinen Kümmel mögen, ist auf unserem Pogača nur sehr wenig davon zu sehen.

Pogaca Anleitung und Rezept
Mit Eigelb bepinseln und das grobkörnige Salz sowie die Kümmelsamen grosszügig darauf streuen.

Und nun ab in den Ofen! Den hast du ja schon eingeschaltet und er ist auf 250 Grad aufgeheizt, somit schiebst du es direkt in die Mitte des Ofens. Da das Pogača Brot so dünn ist, braucht es auch gar nicht lange. Schau nach 10 Minuten nach, ob es schon etwas Farbe bekommen hat. Spätestens nach 15 Minuten ist es fertig und du weisst ja, warm schmeckt es zu einem kalten Weisswein einfach am besten.

Pogaca Rezept und Anleitung
Ein Glas kalter Weisswein und ein Happen vom Pogaca und du fühlst dich wie im Himmel.

Ach und wundere dich nicht, wenn sich deine Freunde künftig häufiger kurzfristig auf ein Glas Wein ankündigen. Denn mit diesem Pogača Rezept wirst du zur Apérokönigin oder zum Apérokönig!

In unserem Video „3 Tage ohne Karl“ ist auch der Backkurs vom Pogača enthalten. Schau gerne rein:

Cheers und zum Wohl!

Deine comewithus2-Bäckerin

Steffi


 

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5 Kommentare zu “Pogača Rezept + Anleitung: So schmeckt Slowenien

  1. Das sieht so lecker aus! 🙂 Ich habe die slowenische Art von Pogača nicht gegessen. Es gibt viele Variationen von Pogača im Balkan und in der Türkei, aber ich glaube, dass alles lecker sind. 🙂

    1. Und das ist es auch 🙂 Frisch und warm, direkt aus dem Ofen – ach herrlich lecker! Was ich nicht wusste, ist, dass es Pogaca auch in anderen Ländern gibt. Muss ich mir gleich mal via Google anschauen 🙂

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