Lui & Steffi (comewithus2) sind nicht mehr am Camping Gäsi
Wenn du über unseren YouTube-Kanal comewithus2 oder über unser damaliges Video auf den Camping Gäsi aufmerksam geworden bist, ist uns eines ganz wichtig:
👉 Wir betreiben den Camping Gäsi nicht mehr.
Wir – also Lui & Steffi – sind weder vor Ort noch organisatorisch in irgendeiner Form beteiligt. Seit 2026 sind neue Pächter für den Campingplatz verantwortlich.
Für alle, die wegen „Camping Lui und Steffi“ suchen
Unser damaliges YouTube-Video „Wir übernehmen den Camping Gäsi“ hat sehr viele Menschen erreicht.
Auch wenn es inzwischen offline ist, wissen wir, dass viele von euch sich den Platz gemerkt haben oder gezielt nach „Camping Gäsi comewithus2“ suchen.
Transparenz ist uns wichtig. Darum diese klare Information: Wir sind dort nicht mehr tätig.
Danke an unsere Community
An alle, die uns damals begleitet haben: Danke für eure Unterstützung, eure Nachrichten und euren Besuch.
Wenn du wegen uns auf dieser Seite gelandet bist – schön, dass du da bist.
Unsere aktuellen Projekte und Inhalte findest du wie gewohnt über unsere Kanäle.
Rückblick auf die Saison 2025: Lui & Steffi führen den Camping Gäsi
Die Saison 2025 startete für uns von Null auf Hundert im April – und das Wetter meinte es von Anfang an gut mit uns. Unser frisch eingespieltes Team wurde ordentlich gefordert, aber schon nach dem ersten heftigen Samstag hatten wir durch zahlreiche Updates und Verbesserungen in der Küche die Abläufe im Griff und die Wartezeiten auf ein Minimum reduziert. Derweil hatten wir an den Wochenenden auf dem Campingplatz fast immer Fullhouse – besonders schön: Schon von der Eröffnungsnacht an hatten wir Besuch aus der Community. Vielen herzlichen Dank dafür.
Früh im Jahr machte uns allerdings Regen zu schaffen, die Wochenenden top Wetter aber unter der Woche viel Regen: die aufgeweichten Böden erschwerten die Nutzung der Campingplätze im Wald. Gerade für die vielen Gruppen über Ostern, Auffahrt (Maria-Himmelfahrt) sowie Pfingsten eine Herausforderung für uns.
Ende Juni/Anfang Juli wurden die Niederschläge immer mehr, was den See anschwellen liess. Selbst unser Restaurantkeller wurde vom steigenden Grundwasserspiegel bedroht. Mit Pumpen kämpften wir gegen die Überschwemmung und versuchten gleichzeitig, unser Lager zu schützen. Doch immer wieder wurden wir morgens von bis zu 10 cm Wasser im Keller überrascht, weil die Pumpen mal wieder nicht angesprungen waren.
Parallel dazu stieg die Flut an Anfragen bei der Rezeption, denn die Sommerferien standen vor der Tür – täglich leerten wir unter enormem Zeitaufwand das Postfach bis am Abend, nur um morgens wieder über 100 neue Mails vorzufinden, an Spitzentagen sogar 140. Tagsüber kamen mehr davon, klingelte das Telefon ununterbrochen, am Schalter standen spontane Gäste. Schon vor Beginn der Saison hatten wir auf elektronische Lösungen zur Online-Buchung hingewiesen, doch jetzt spürten wir die Konsequenzen hautnah: die Nachfrage war überwältigend und ohne digitale Tools kaum zu bewältigen. Ein einfacher Verfügbarkeitskalender auf der Webseite oder noch besser moderne Online-Buchungssysteme hätten den Stress enorm reduziert – und sogar die Auslastung verbessert. Stattdessen hiess es vom Zeltklub lapidar: „Wir sind eine Genossenschaft und daher nicht gewinnorientiert.“ Für uns als umsatzbeteiligte Verwalter war das die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Unsere tägliche Arbeit, unser Einsatz und unser unternehmerisches Risiko wurden damit faktisch ignoriert. Wirtschaftliches Verständnis uns gegenüber war nicht erkennbar – und das empfanden wir als klar unfair.
Der Juli brachte weitere Herausforderungen. Durch das viele Regenwasser waren die Platzverhältnisse so schlecht, dass nur noch rund sechs der fünfzig Plätze nutzbar waren – mitten in der Hauptsaison. Knöcheltiefer Matsch bedeckte Wege und Stellplätze, Gäste zeigten Verständnis, aber auch Unmut. Verbesserungen wie Schotter oder Befestigungen waren aus Umweltschutzgründen untersagt. Immerhin erhielten wir eine Lieferung Holzschnitzel, um wenigstens die noch trockenen Plätze nutzbar zu machen. Langfristig keine ideale Lösung: das Holz verändert die Bodenchemie und kann die Vegetation belasten, doch für uns das einzige erlaubte Mittel. Wir fühlten uns machtlos und mussten fast alle demnächst anreisenden Gäste anrufen, um sie über die Situation zu informieren und sogar von einer Anreise abzuhalten. Der Aufwand war enorm, der Umsatz dagegen minimal. Ein weiteres Killerargument für uns, denn von Gastgeberqualitäten und Engagement konnte nicht mehr gesprochen werden, weil wir nichts unternehmen durften.
Und trotzdem: Wenn es trocken war, zeigte der Camping Gäsi sein wunderschönes Gesicht. Jeder Platz bot die Möglichkeit, ein Feuer zu machen, die Natur war atemberaubend, besonders an sonnigen Sommertagen. Doch die Lage direkt an der Zuglinie und Autobahn, die Besucherströme für den Strand, die den Campingplatz an schönen Wochenenden durchquerten – tausende Menschen, laut und störend – machten die Arbeit zusätzlich herausfordernd. Manch einer unserer Campinggäste sagte uns, dass ihn die Massen während des Aufenthalts gestört haben.
Alles in allem war die Saison eine Mischung aus unvergesslichen Momenten und extrem fordernden Herausforderungen. Das Arbeiten am Platz und das Führen des Beizlis hat uns sehr gefallen, doch der Aufwand im Verhältnis zur Entschädigung, gepaart mit den zahlreichen nicht veränderbaren Problemen und den persönlichen Differenzen mit unserem Auftraggeber machten die Gleichung für uns letztlich uninteressant. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns deshalb entschieden, bereits zum Ende der ersten Saison vom Vertrag zurückzutreten.
Wir blicken zurück auf eine intensive, lehrreiche Saison, sind dankbar für die Erfahrungen, die tollen Gäste und unser engagiertes Team – und werden die schönen Momente am Camping Gäsi in guter Erinnerung behalten.









