Monemvasia das hübsche Insel-Städtchen

Die kleine hübsche Inselstadt Monemvasia

Sie hat einen ganz eigenen Charakter, nur wenige Meter vom Festland entfernt liegt auf einer kleinen Insel die Altstadt des Ortes. Die Gassen sind eng, die Häuser unglaublich gepflegt und das Meer einfach traumhaft. Komm, lass uns zusammen nach Monemvasia gehen.

Türkis Meer, Steinhaus-Ruine, Steinstrand

Bereits der Weg ins Städtchen ist toll: Das Meer ist wunderschön.

Anreise und Parkplatz

Monemvasia liegt an der südöstlichen Küste des Peloponnes rund 222 Kilometer südlich von Korinthos (via E96 und 86er) und 90 Kilometer südöstlich von Sparta. Über die Strasse 86 gelangst du in den kleinen Teil des Ortes auf dem Festland und kannst über den Damm auf die Insel fahren. Kaum auf der Insel ist auch schon der Parkplatz. Es hat zwar weitere Parkplätze entlang der rund 1.5 Kilometer langen Zufahrtsstrasse, aber die sind sehr schnell belegt und du musst vor dem Stadttor drehen und zurückfahren. Ist der Parkplatz voll, findest du bestimmt im Ort auf dem Festland noch eine Parkmöglichkeit.

Vom Parkplatz sind wir zu Fuss zur Altstadt Monemvasias gelaufen, das dauerte rund 20 Minuten, auch, weil wir so oft ab den wahnsinnigen Farben des Meeres Fotostopps einlegen mussten.

Steinhaus-Ruine, türkis Meer, Felsen vom Festland - Monemvasia besichtigen

Auch der Blick zurück auf das Festland ist wunderschön.

Gelbe, rote Blumen und viel Grün dahinter Meer türkis - Monemvasia besichtigen

Alles blüht! Und die Farben harmonieren perfekt mit dem Türkis des Meeres.

Die Altstadt von Monemvasia

583 wurde Monemvasia als Zufluchtsort für die Bewohner der nahen Siedlungen vom Festland erbaut, die slawischen und awarischen Angriffe kamen schnell näher. Lange galt der Ort als uneinnehmbar, schon der Name „moni emvasia“ bedeutet „einziger Zugang“. Ein Kornfeld in der Zitadelle soll ausreichend Nahrung für 30 Mann geboten haben, womit der kleine Ort autark war und auch durch Belagerung nicht einnehmbar war. Doch 1249 – nach 3 jähriger Belagerung – gelang die Eroberung dann doch und während der Jahrhunderte unterlag der Ort mal den Osmanen, dann den Venezianern, den Franken, einem Seeräuber sowie auch dem Papst.

Fotospaziergang durch Monemvasia

Heute sind es vor allem Touristen, die wir in den engen und autofreien Gassen antreffen.

Enge Gasse, Geschäfte zu beiden Seiten, einige Menschen - Monemvasia besichtigen

Durch die engen Gassen schlendern zahlreiche Touristen – es ist aber auch wunderschön.

Schon bald lassen wir die Souvenirläden hinter uns, kommen an Restaurants und dem grossen Kirchenplatz vorbei und ab da werden die Besucher weniger.

Steinerner Kirchturm, weisse kleine Kirche, Baum - Monemvasia besichtigen

Der Hauptplatz mit dem Eingang zur kleinen Kirche.

Wir gehen nämlich noch weiter durch die Gassen, bestaunen die gepflegten und mit Blumen geschmückten Häuser und befinden uns irgendwann am anderen Ende der Stadtmauer.

Steinerner Treppenaufgang zum Haus mit vielen Blumen - Monemvasia besichtigen

Sehr gepflegte Häuser mit Blumen geschmückt gibt es hier zu bestaunen.

rote Ziegeldächer dahinter Meer - Monemvasia besichtigen

Der schöne Blick über die Dächer Monemvasias.

Mohn und Margeriten blühen, Hintergrund Meer - Monemvasia besichtigen

Im Frühling mit den blühenden Wiesen ist Monemvasia noch viel schöner!

Obwohl wir erst kurz vor Mittag im April haben, ist es schon sehr warm und wir suchen etwas den Schatten der Häuser. Die Aussichten, die sich uns immer wieder zwischen den Häusern hindurch auftun, sind einmalig schön.

Margeriten dahinter Kuppel von Kloster und Meer - Monemvasia besichtigen

Wunderschöne Frühlingsstimmung in Monemvasia.

Burg auf dem Hügel hinter der Altstadt

Auf rund 194 Metern über Meer thront die Burg Kastro von Monemvasia. Sie kann über einen ausgeschilderten Weg direkt ab der Altstadt bestiegen werden. Da der Ort auf nur wenigen Metern über Meer liegt und die Insel sehr klein ist, kannst du dir vielleicht in etwa vorstellen, wie steil es hinauf geht. Für uns heute bei der Wärme zu viel, wir verzichten auf diesen Teil Monemvasias und setzen uns in ein Restaurant unter dichtem Blätterdach. Da bekommen wir frische Calamari und fühlen uns ab dem zart zubereiteten Tintenfisch wie im Himmel.

Steinerner Kirchturm und Häuser darum, Berg im Hintergrund - Monemvasia besichtigen

Der Kirchturm auf dem Hauptplatz in der Altstadt – auf dem Felsen kannst du einen Teil der Burg sehen.

Ein paar Fakten über Monemvasia
Gebaut: im Jahr 583
Fläche: 947 km2
Anzahl Einwohner: 22’000 – dazu gehören mehrere Gemeinden auf dem Festland
Lage: Insel südöstlich vor dem Peloponnes
Einkehr: diverse Restaurants, Imbisse und Geschäfte auf der Insel
Parkplatz: an erster Spitze der Insel sowie entlang der Zufahrt zum Eingangstor der Altstadt
Daumen hoch: Landschaft, türkisfarbenes Meer, sehr gepflegte Häuser, grosser Parkplatz, gute Beschilderung, schöne Restaurants, Bademöglichkeiten, autofrei, Gepäck-Service
Daumen runter: grosser Besucheransturm, die meisten Häuser sind Hotels oder Ferienwohnungen

Hotels ohne Zubringdienst – spezieller Gepäckservice

Die Altstadt von Monemvasia ist auto- und motorfrei! So mussten sich die Hotels etwas einfallen lassen, speziell die Häuser weit hinten, wie sie ihren Gästen die Koffer transportieren können. Einige starke Männer schleppen die übervollen Koffer auf den Schultern, doch es gibt auch spezielle Wagen mit Hotelschildern. Wer keinen solchen Service vom Hotel aus hat, kann beim Eingang des Ortes einfach eine Schubkarre buchen und sein Gepäck so transportieren lassen. Coole Idee oder?

Schubkarre mit Schild Transfer für Gepäckservice zum Hotel - Monemvasia besichtigen

Inovativer Gepäcktransport im Autofreien Monemvasia.

Unser Fazit: Lohnt sich ein Abstecher nach Monemvasia?

Der kleine Inselort liegt weit südlich auf dem Peloponnes und ist eigentlich nie zufällig am Weg. Auch wir überlegten daher lange, ob wir den Umweg machen sollen oder direkt nach Leonidio fahren… Die Bilder aber sahen schon toll aus und der Ort wurde uns auch empfohlen. Also machten wir uns auf den Weg nach Monemvasia und sind total froh, es gemacht zu haben.

Klar, es hat viele Touristen und so hat sich der Charakter des Ortes den Gästen auch etwas angepasst. Aber die Landschaft, in die sich die Altstadt bettet und die Häuser des Ortes sind wirklich wunderschön und unserer Meinung nach auch einen längeren Anfahrtsweg wert!

Felsen aus Insel, türkis Meer - Monemvasia besichtigen

Das ist Monemvasia, die Altstadt versteckt sich rechts am hinteren Ende der Insel.

Wie weit bist du schon für eine tolle Landschaft oder Sehenswürdigkeit gefahren?

Herzliche Grüsse aus Griechenland

dein comewithus2-Team


 

Von | 2018-01-02T15:51:12+00:00 18, 6, 2017|Südeuropa|2 Kommentare

2 Kommentare

  1. A+K Weltenbummler 6. April 2018 um 14:09 Uhr - Antworten

    Hallo Ihr Zwei,
    uns ging es wie Euch. Monemvassia stand auch bei unserer Rundfahrt durch Griechenland nicht auf der Zielliste. Wir erfuhren von dem wundervollen Ort erst durch andere Reisende, die wir unterwegs trafen. Wir sollten Monmevassia auf keinen Fall auslassen, beschwörte man uns. Auch wir fuhren diesen Umweg und waren restlos begeistert. Wir parkten in der Stadt auf dem Festland und spazierten zur Insel. Wir nahmen allerdings die Strapaze auf uns und erklommen den Berg bis fast ganz nach oben. Dort stehen weitere Ruinen und Der Blick auf die Stadt und das Meer ist grandios. Leider führt der Weg nicht bis zur Spitze, wo man eine 360°-Rundumsicht hätte. Trotzdem ist es unglaublich dort oben. Die autofreie Altstadt am Fuße des Berges ist trotz der vielen Besucher erlebenswert. Man sollte schon hin und wieder von seiner geplanten Route abweichen. Meistens finden sich dort die interessantesten Dinge. Ich glaube, unseren weitesten Abstecher fuhren wir in Schweden: zu einem Wasserfall.

    • Steffi Rickenbacher 11. April 2018 um 10:57 Uhr - Antworten

      Monemvasia ist wirklich selbst einen grossen Umweg wert. Ein beeindruckender Ort, wo es sich wirklich lohnt, auch mal auf den ausgetretenen Touristenpfaden zu gehen.

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