Paul und Kathi haben ihr eigenes Büro in den Van verlegt

Auf der ganzen Welt sind Reisende, wie wir, mit ihren Fahrzeugen unterwegs. Sie suchen sich ihren Weg durch steiles Gelände, dem Strand entlang oder durch Grossstädte. Sie stossen an ihre Grenzen, erleben atemberaubendes und lernen dabei fürs Leben. In unserer Serie „Mit meinem Bett in…“ stellen wir dir immer Sonntags verschiedene Reisenomaden vor. Im 22. Teil lassen wir heute Paul und Kathi aka die Vannomaden zu Wort kommen.

Persönlich 

Gestatten, Kathi & Paul. Im Juni 2016 haben wir 4 Wände gegen 4 Räder getauscht und reisen seither mit unserem mobilen Büro durch Europa. Was wir sind, haben wir uns selber ausgedacht: Vannomaden. Brille auf, Lehrermodus on: Nomade kommt aus dem griechischen „nomás“ und bedeutet „herumschweifend“, also jemand, der eine nicht sesshafte Lebensweise führt, damals um zu jagen. Wir jagen jetzt tolle Orte, Momente und Aufträge.

Kathi und Paul am Meer
Paul und Kathi sind nicht nur ein Paar sondern auch Geschäftspartner in ihrem eigenen Unternehmen.

Wir leben, reisen, arbeiten, wohnen, kochen … in unserem Van. Ein bewusste Entscheidung gegen Alltag und für Freiheit lässt uns das Leben in ganz anderen Zügen geniessen!

Wir sind ein süddeutscher Mix aus München und Stuttgart, 29 und 30 Jahre alt und alles, was wir in Wort, Bild oder 18/1 produzieren, kannst du auf unserer Website verfolgen: www.vannomaden.de Wir haben dort keinen Blog, sondern vielmehr ein Portfolio unserer kreativen Arbeiten, alle Interviews und täglich neue Bilder unserer Reise.

Wer lesefaul ist, kann auch in unter 2 Minuten eine Impression bekommen, was wir so machen:

Oder in 8 Minuten

https://www.zdf.de/nachrichten/hallo-deutschland/Mit-dem-Van-auf-Weltreise-100.html


Das Fahrzeug 

Unser Reisegefährte heisst Bjørn, das bedeutet Bär auf norwegisch. Da wir durchgestrichene Os mögen und unser erster Roadtrip nach Skandinavien ging hat das ganz gut gepasst.

Am besten gefällt uns aber der Gedanke, dass uns ein rotbrauner Grizzlybär auf seinem Rücken durch die Welt trägt.

Ein paar hard facts:

  • Bjørn ist ein Pössl 2 WIN Plus und aus dem Jahr 2016
  • Mit seinem 599 cm zahlen wir auf den Fähren meist nur den PKW Preis
  • Wir haben ihn fertig ausgebaut und mit nur 11 km auf der Uhr vom Händler geholt
  • Er hat ein eigenes Badezimmer mit Dusche und Klo, ein kuscheliges Nest hinten drin, massiv Stauraum und einen Herd mit zwei Gasflachen – sogar Kühl- und Gefrierschrank
  • Wir müssen nie umbauen zwischen arbeiten, essen oder schlafen, das ist toll
  • Das Interior haben wir noch ein wenig aufgemöbelt, bis es uns besser gefallen hat, Sachen aufgehängt, optimiert, mit Kreidelack gestrichen oder genäht.
  • Bjørn ist die nötige Mischung aus unaufällig, autark und funktionsfähig und hatte somit die Hauptkriterien an unseren Van erfüllt
  • Er verbraucht bei moderater Fahrweise so 10-12 Liter
  • Wir haben keine Rückfahrkamera
  • Bjørn trägt übrigens meistens 3 verschiedene Boards auf seinem Rücken 😉

Die Interview-Fragen 

Ihr habt von uns den bekannten „Mit meinem Bett in…“- Fragebogen erhalten, wo beantwortet ihr die Fragen?
Wir stehen gerade bei unserem Kunden Teamfex als Problempräventionsingenieure, Berater und Kreativdetective im Dienst 😉

Genau hier haben Kathi und Paul unsere Interviewfragen beantwortet.

Warum habt ihr euch genau für diesen Ort entschieden?
Diesmal haben wir nicht nach Freizeitaktivität ausgewählt, sondern unser rolling Home direkt neben die Arbeit geparkt. Ein anderer Vorteil davon, dass wir flexibel sind. Und bei dem Verkehr sind wir gottfroh nicht pendeln zu müssen, sondern einfach so lange vor Ort wie nötig und ganz kurze Arbeitswege haben und vielleicht auch nen schnellen Abstecher nach Frankreichen machen können.

War die letzte Nacht ruhig oder hört ihr wie wir derzeit oft die Hunde bellen?

Die Mischung aus Industriegebiet und Kurort sorgt für extrem ruhige Nächte. Unser Nachbar ist aktuell ein geparktes Boot ☺

Wie würdet ihr das Innere eures Reisemobils beschreiben, ist es euer Zuhause, das Wohnzimmer oder alles in einem?

Klar ist das unser Zuhause! #homeiswhereyouparkit
Wir fühlen uns wirklich pudelwohl im Bjørn und auch wenn’s eng ist, haben wir Schlafzimmer, Küche, Bad und Arbeits-/ Essbereich wie in einer herkömmlichen Wohnung. Nur ist unser Garten einfach riesengross!

Blick in Bjørn
Ganz schön gemütlich dieser Bjørn.

Die Küche steht im Reisemobil meist oft nicht weit vom Wohnzimmer entfernt, verratet ihr uns euer Lieblings-Camper-Rezept?
Unser Favorit sind unsere „Vancakes“ – Pfannkuchen im Van, mit viel Liebe und einem Handrührgerät angerührt 😉 mit variierendem Topping, zum Beispiel mit Ziegenkäse, Honig und Walnüssen. Aber wir fahren noch mehr tolle Rezepte im Van herum, ein ganzes Kochbuch, das wir gestaltet haben: The Great Outdoors, Winter Cooking, da sind auch mega leckere Thermoskannengerichte oder one pot Pasta drin. Hier kannst mehr erfahren vom Outdoor Koch Markus Sämmer: https://www.the-great-outdoors.de
und hier kannst du es bestellen- der Clue: für kleine Trips mit wenig Gepäck gibt’s ein kleines Reisebooklet in Postkartengröße: http://amzn.to/2gFoJJc

Kocht ihr oft selbst?
Fast nur. Wir ernähren und gerne gesund und lieben es im Van zu selber zu kochen, Rezepte zu perfektionieren und auf dem lokalen Markt einzukaufen. Aber natürlich gehen wir auch mal essen und gönnen uns was tolles, das wir selber nicht zubereiten können (oder wollen).

Wohnzimmer, Küche, Bad, alles auf wenigen Quadratmetern, warum reist ihr gerade mit dem Camper durch die Welt und nicht mit dem Flugzeug?
Lustigerweise kam für uns irgendwann fast gleichzeitig die Möglichkeit, nach China auszuwandern. Shanghai und Peking. Aufregend! Plötzlich herrschte Durcheinander in unseren Köpfen. Wir wollten ja reisen, unterwegs sein und fremde Kulturen sehen… Aber ganz richtig fühlte sich China dann doch nicht an und aufs Bauchgefühl soll man ja hören. So schrieben wir unsere eigene Story und bastelten ein Konzept, das Reisen, Surfen, Snowboarden und Arbeiten unter einen Hut brachte. Die Vannomaden waren geboren! Van Lover, Roadtrip-Fans und Camper waren wir schon immer. Doch wir hatten keinen bestimmten Ort im Kopf, wo wir unbedingt hinwollten. Deswegen reifte die Idee eines nicht enden wollenden Roadtrips – auf dem man Zeit hat, die schönsten Fleckchen erst noch zu entdecken. Dazu mussten wir mobil sein und das ist praktischer als einfach alles in den Kofferraum zu schmeißen und weiterzudüsen?

Camping wird oft auch mit Romantik in Verbindung gebracht, was waren bis anhin eure schönsten Erlebnisse „on the road“?
Puh, gar nicht leicht! Lass sie uns mal nach Brettern sortieren. Was uns beiden total im Gedächtnis geblieben ist, war der erste richtige Wintercamping-Tag letztes Jahr. Unsere Freunde erzählen von herbstbunten Bäumen und wir liessen unseren Van „Bjørn“ Tirol’s höchsten Gletscher in Serpentinenstraßen hoch ackern. An der Talstation der Bahn parkten wir. Das war schon aufregend: ganz alleine standen wir – es war ja noch Nebensaison – auf dem Berg und warteten auf den nächsten Morgen, unseren ersten Snowboardtag. Im Kopf tausend Fragen: Wird die Heizung funktionieren? Friert unser Frischwasser zu? Reicht die Gasflasche?

Am nächsten Morgen war Bjørn ein Bart aus Eiszapfen gewachsen und alles ringsum in ein weißes Schneekleid gehüllt. Wir hatten die erste Nacht im tiefsten Winter auf über 2000 Höhenmeter überstanden. Es waren -14° gewesen. Überglücklich über den ersten Schnee holten wir die Snowboards vom zugeschneiten Dach, strahlten uns an und stürzten uns in den Neuschnee. In Norwegen hatten wir auch ein tolles Erlebnis auf dem Longboard, das war in Hoddevik, ein winziges Surferdorf zwischen Trondheim und Bergen. Da war einfach die Stimmung spektakulär und wir konnten auf unserer Bucketlist „Longboarden unterm Regenbogen“ abhaken. Per Zufall fuhren wir in Nordportugal einen Camping Platz an. Was zuerst als Notlösung gedacht war, entpuppte sich für uns als Privatstrand mit eigenem Beachzugang, wir waren die einzigen Surfer im Line Up!

Freud und Leid liegen oft nahe beieinander, wo liegen die Probleme wenn man mit dem Camper unterwegs ist und seid ihr schon einmal stehen geblieben?
Diese Frage können wir stolz mit „Nein“ beantworten.

Als Camper ist man immer auf der Suche nach der schönsten Route, von welcher Strecke schwärmt ihr bei jeder Camper-Unterhaltung?
Als Salzwasserfans hat es uns eine Surftour durch Galizien und Nordportugal (Bilder) total verzaubert. Wir haben dort trotz Hochsommer viel Freistehenn können und wilde Strände unter der Woche beinahe für uns gehabt. Die Natur ist dort ganz rau und ein Nebelschleier gibt oft erst ab mittags die beeindruckenden Landschaften frei.

Fahrt ihr nach Karte oder mit einem Navigationssystem (mit welchen)?
Wir benutzen immer Apple Maps auf unserem Handy, denn die betriebseigene App spart mehr Akku und Datenvolumen als der Google Konkurrent. Unser Autonavi ist leider sehr nervig, das nutzen wir fast nie.

Wann und wo habt ihr euch das letzte Mal so richtig verfahren und noch wichtiger wer hat dabei die Nerven behalten?
Sitzt Kathi am Steuer biegen wir mindestens einmal pro Fahrt falsch ab und landen aus Versehen beim Mc Donalds. Paul passiert das fast nie, dafür flucht er wenn dann ordentlich und kann – wenn auch schwer – von Kathi beruhigt werden.

Auf welche Apps könnt ihr als Reisende nicht mehr verzichten?
Magicseaweed zum Auschecken der lokalen Surfspots
Camper Contact für Stellplätze
Instagram – ja, wir sind ein wenig süchtig und lieben es unsere Reise zu dokumentieren, wollt ihr unser Abenteuer verfolgen? www.instagram.com/vannomaden

Blogs, Facebook, Reiseführer: Wie informiert ihr euch über euer nächstes Reiseziel?
Für den allerersten Roadtrip hatten wir einen Reiseführer, bei spontanen Trips hält das Internet her und wenn wir von langer Hand planen befragen wir gerne auch mal unsere Facebook Community. Also alles dabei 😉 Einen Tipp haben wir aber, vor allem für Städtereisen: die USE IT Maps. Hübsch gestaltet und lauter Geheimtipps darauf verzeichnet! Für Designfans ist die erst eun Augenschmaus!

Folgt ihr auch mal den Touristen-Routen oder meidet ihr Sehenswürdigkeiten und Touristenhochburgen konsequent?
Manche grosse Reiseziele stehen auch auf unserer Bucketlist und so waren wir auch schon auf dem Preikestolen. Am liebsten mögen wir aber die Plätze, wo der originale Charme nicht durch asphaltierte Wanderwege und blinkende Souvenirläden zerstört sind.

Wie löst ihr das bekannte Internet-Problem, habt ihr eine SIM-Karte oder gar einen Satelliten?
Bei unserem Aufbruch vor etwa 1,5 Jahren haben wir einen Handyvertrag mit dem damals grössten EU Roaming abgeschlossen: 10 GB. Inzwischen gibt’s kein Roaming mehr, aber wir halten tapfer an unseren 330 MB pro Tag und Kopf fest. Einfach mobilen Hotspot übers Handy aktivieren und bei kontrolliertem Surfen ohne Katzenvideos kommen wir damit sogar hin.

Beine aus dem Van
Bei den Vannomaden wird das Internet pro Kopf klar aufgeteilt.

Bei uns läuft während der Fahrt immer laute Musik, bei euch auch oder singt ihr lieber selbst?
Aus Platzgründen haben wir da vorne einige USB Sticks liegen, die voll mit Musik sind. Wir sind total Musikfans und bauen gerne Festivals oder Konzerte auf unserer Route mit ein. Wenn wir keine Roadtriplieder hören, dann lauschen wir auch gerne Hörspielen. Mit Game of Thrones sind wir immer noch nicht durch 😀 So ne Seeschlacht geht aber auch an die 45 Minuten.

Wo übernachtet ihr lieber: Auf dem Campingplatz oder an einem wilden Ort in der Natur?
Auf jeden Fall an einem wilden Ort!

Wie lange könnt ihr mit eurem Reisemobil autark stehen? Und wer produziert in dieser Zeit euren Strom?
Etwa 4-5 Tage kommen wir locker aus. Strommässig sind wir wirklich gut aufgestellt, wir haben einen Ladebooster in der Lichtmaschine der während dem Fahren lädt und einige zusätzliche Wohnraumbatterien, die durch einen Laderegler intelligent verwaltet werden. Ein einziges Mal hat’s uns nicht gereicht und dann haben wir einfach unseren Solarkoffer aufgestellt. Mit unserem nachgerüsteten System sind wir sowas von überglücklich!

Apropos Sicherheit, wie sichert ihr euch während der Nacht? Hattet ihr gar schon einmal Angst?
Die beste Sicherheit sind die eigenen Augen und Ohren. Bei Tageslicht schon an einen Platz fahren und aufmerksam sein ist unsere beste Sicherheitsvorkehrung. Sind wir unsicher, dann räumen wir alle Wertsachen in unseren Safe und Sportgeräte lassen wir eh nie einfach so liegen. Stimmt dann irgendwas immer noch nicht – dann fahren wir eben weiter. Zur Not kann man immer einen Campingplatz anfahren. Nur auf Autobahnraststätten sollte man NIE übernachten. Sowohl in Belgien, als auch in Portugal hatten wir zu Beginn ein wenig Bammel, dass uns etwas geklaut wird, wir hatten so viele Schauergeschichten gehört. Aber tatsächlich ging mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen gar nix schief. Toi toi toi!

Zur schönsten Strecke gehört auch der schönste Stellplatz, wo liegt dieser für euch und warum?
An unserem Lieblings-Stellplatz schmeckt man eine salzige Brise auf der Zunge und hat einen Teppich aus Sand vor der Haustür, er ist nämlich direkt am Meer!

https://www.instagram.com/p/BWcaHWxlE4X/?taken-by=vannomaden

In Portugal, kurz hinter dem kleinen Fischerdörfchen Figueira da Foz. Wenn du uns lieb fragst, dann verraten wir dir bestimmt die Koordinaten 😉

Welche Strecke möchtet ihr mit eurem Camper unbedingt einmal fahren, habt es aber bist jetzt noch nicht geschafft?
Boah die Liste ist lang… Wir total gerne mal einen Roadtrip bis in die Mongolei machen. Allein bei dem Gedanken an so viel Überraschung, landschaftliche Highlights und kulinarische Experimente kribbelt es!

Kaffee im Schnee
Am liebsten würden die Vannomaden eines Tages in die Mongolei reisen.

Was ist entscheidend, ob ihr eine oder gleich mehrere Nächte an einem Ort bleibt?
Mutter Natur! Ist der Swell gut, hat’s Neuschnee reingelegt oder lacht die Sonne, bleiben wir gerne länger.

Fussballmatchs, Konzerte, oder den Backofen: Was vermisst ihr am meisten von Zuhause wenn ihr „on the road“ seid?
Nachdem uns sogar der Pizza-Lieferservice im Van erreicht hat, vermissen wir eigentlich nur die Badewanne, Mama’s Katze und Paul’s Warhammer Figuren!

Hand aufs Herz, wie oft schaut ihr unterwegs Filme oder Serien online an? Habt ihr einen Fernseher dabei oder dient der Laptop auch dafür?
Ein Fernseher kommt uns nicht in den Van 😉 aber ehrlicherweise schauen wir schon gerne Serien und haben uns dafür eine ganze Festplatte zusammengestellt. Und wenn uns ein Kinofilm besonders reizt, dann gehen wir natürlich ins Kino, egal ob in Lappland oder Alpenregion.

Stellpaltz bei den Kühen.
Ein Fernseher kommt Kathi und Paul nicht in den Van

Im Camper zu leben heisst zusammenleben auf wenigen Quadratmetern, fliegen da auch einmal die Fetzen?
Wir würden lügen, wenn wir sagen, dass immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Natürlich gibt es bei zwei Menschen, Partner und Kollegen mal Reibereien. Was wir dann machen? Reden und Verständnis zeigen. Der Grund für einen Streit ist ja meist ein nicht erfülltes oder verletztes Bedürfnis und das muss man herausfinden und behandeln. Ansonsten versuchen wir, dass jeder auch seinen Freiraum hat, Zeit für sich und vor allem seine ganz eigenen Hobbies und Dinge, die ihm Spass machen. Wir haben bei unserer Abreise alle unsere Freunde in ein Gästebuch schreiben lassen – manchmal, wenn wir genervt sind, dann schauen wir da rein.

Was schätzt ihr am Reisen als Paar?

Besser als jedes Foto ist besondere Momente zu teilen, gemeinsam auf Entdeckung zu gehen! Zu lachen, weil ein Windstoss beiden Sand in die Fresse geblasen hat, zu gratulieren, wenn einer seinen ersten Turn mit dem Surfboard hinkriegt, beim Zwiebelschneiden im Van zu weinen, zu küssen am nördlichsten Punkt Europas, sich gegenseitig Pflaster auf die Fersen zu kleben, weil man sich stundenlang verlaufen hat oder auch nur dem Fahrer die Wasserflasche aufmachen zu können.

Hat sich eure Beziehung verändert, seit ihr auf der Reise seit?
Unsere Beziehung hat ganz andere Dimensionen angenommen, wir wohnten vorher nicht zusammen, jetzt auf wenigen Quadratmetern. Wir haben eine gemeinsame Firma und arbeiten zusammen, ja – verbringen jeden Tag 24 Stunden miteinander. Wir haben uns viel besser und extremer kennengelernt und das im Turbo-Programm! Aber wir reisen einfach total gerne zusammen!

Damit auch der nächste Tank wieder gefüllt ist, braucht es Geld, womit finanziert ihr eure Reise, lebt ihr dauerhaft im Camper?
Wir haben uns selbstständig gemacht und ein Bureau Creative, eine rollende Kreativ- und Werbeagentur, ein Erlebnis-Werkstattl — nenn’s wie du willst. Wir entwickeln gerne Lösungen für Probleme, bevor sie welche sind oder wenn’s schon brennt. Wir mögen Gegensätze, wir mögen’s Extrem — guck uns an: Seit wann verstehen sich ein Art Director und ein Berater so gut, dass sie zusammen auf 10qm und vier Rädern wohnen?! Was wir so machen? Hier entlang: http://www.vannomaden.de/portfolio/

Apropos Tank, wie viel habt ihr für die letzte Füllung bezahlt? (Literpreis/Land)
Wir versuchen hauptsächlich in Deutschland zu tanken, damit wir’s absetzen können. Wir zahlten zuletzt 1,14€ für einen Liter Diesel.

Wohin geht eure Reise in den kommenden Monaten? Wie sieht eure Route aus?
Puh, wir sind noch ganz planlos. Also immer her mit Tipps und Inspiration und geheimen Perlen!

Wo seht ihr euch in 5 Jahren? Seid ihr dann immernoch „on the road“ oder vielleicht doch wieder sesshaft? 
Wir machen das so lange, bis wir keine Lust mehr haben oder unseren Platz in der Welt gefunden haben. Denn dann haben wir bereits unseren ganzen Hausstand dabei und können direkt in unsere neue Heimat einziehen. In 5 Jahren haben wir den und uns bestimmt gefunden oder wir haben bereits ein neues Experiment gestartet … 😉

Wir danken Kahti und Paul für das spannende Interview und wünschen eine gute Weiterreise und stets genug Sprit im Tank. Die nächste Folge „Mit meinem Bett in…“ folgt am kommenden Sonntag mit Mandy vom Blog: www.movingroovin.de

Teile den Artikel mit deinen Freunden

Ein Kommentar zu “Mit meinem Bett in: Die Vannomaden im Interview

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.