Reisetagebuch 20/18: Hochs und Tiefs in Norwegen!

Heute kommt unser Reisetagebuch einen Tag verspätet… Gestern ging am Vormittag einiges schief und am Nachmittag schauten wir gebannt auf die grosse Leinwand und hatten deshalb auch keine Zeit, euch ein paar Zeilen zu schreiben. Wir gestehen schon vorab: Ja, wir sind zurück in Schweden.

 


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#20/18: Hochs und Tiefs in Norwegen!
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Heute kommt unser Reisetagebuch einen Tag verspätet… Gestern ging am Vormittag einiges schief und am Nachmittag schauten wir gebannt auf die grosse Leinwand und hatten deshalb auch keine Zeit, euch ein paar Zeilen zu schreiben. Wir gestehen schon vorab: Ja, wir sind zurück in Schweden.

Letzte Woche endeten wir hier mit den Trollstiegen bzw. mit der Vorausschau, dass wir dort nach Newsletter-Versand hinwollen. So kommen die ersten Bilder auch direkt von dort, obwohl die gewählte Wanderung uns nicht wirklich dort hin brachte, wo wir eigentlich hinwollten.

Da wir hier oben übernachtet haben, konnten wir entsprechend früh schon losgehen und als wir gegen Mittag den Platz verliessen, war schon ordentlich Trubel. Doch noch viel turbulenter ging es danach in den Windungen der Trollstiegen zu und her. Eigentlich parkten wir in einer Parkbucht mitten in den Stiegen – also den Serpentinen – nur, um Bienchen fliegen zu lassen. Im Nachhinein war das der perfekte Moment für eine Pause. Von unten kamen zwei riesige Reisebusse, von oben einer, dazu diverse Wohnmobile und PKWs. Und ich habe euch ja schon erzählt, dass die Norweger es nicht so haben, mit vorausschauendem Fahren. Was also passiert wohl, bei so viel Verkehr auf einer Passstrasse mit diversen Haarnadelkurven? Ein riesen Stau bildete sich und kurzzeitig waren schlicht alle blockiert und es ging minutenlang nichts mehr. Diese Szene bekamen wir nur mit, weil wir die Live-Bilder von oben – also von der Drohne – hatten. Ein Schweizer Paar gesellte sich mit ihrem Miet-Wohnmobil zu uns und so verbrachten wir das Verkehrschaos scherzend miteinander in einer kleinen Parkbucht mitten in den steilen Hängen der Trollstiegen.

Wir sind dann auch recht gut die Stiegen heruntergekommen, machten noch einen Stopp beim dreiköpfigen Troll und fuhren immer weiter, bis wir irgendwann am Atlantik ankamen.

Warum wir auf einmal auf’s Gas drücken? Wir haben zwei Laptops dabei, einen Lenovo, mit dem ich mich um Blog, Route etc. kümmere und ein MacBook, an dem Lui die Videos schneidet. Tja und eben genau dieses MacBook – oder besser gesagt der Akku – streikt seit ein paar Tagen. Der kann noch so lange eingesteckt sein, er bleibt stur auf 0% Akkuladung. Was heisst, Lui kann nur direkt am Strom arbeiten und wir mussten ja im Frühjahr die Speicherbatterien von Karl tauschen und weil wir evtl. doch noch auf Lithium umsteigen, haben wir nur eine 135Ah Speicherbatterie angehängt. Heisst auf gut Deutsch: Solange die Sonne auf die Solarpanelen knallt, kann Lui arbeiten, sobald die Sonne weg ist, gehört der verbleibende Strom dem Kühlschrank.

Diese Situation müssen wir natürlich schnellst möglich beheben. Dafür haben wir in einem Eplehus – hihi Original gibts nicht in Norwegen – angerufen und uns wurde mitgeteilt, dass die das Notebook einsenden müssen und das mindestens 3 Wochen dauern werde! In Schweden gibt es nun aber autorisierte Händler und da wir ab Trondheim sowieso zurück nach Schweden wollten UND die Schweiz am Dienstag ja noch gegen Schweden an der WM spielt – wobei mittlerweile ja spielte – wollen wir schnellstmöglich in ein grösseres Ort in Schweden kommen.

Die viel umschwärmte Atlantikstrasse – gemäss Definition Norwegen Tourismus:

Die Atlantic Strasse – schönste Autofahrt der Welt und in Norwegen zum Bauwerk des Jahrhunderts gekürtwurde, ist 8274 Meter lang und wurde 1989 fertiggestellt. 

Ein oft erlebtes „Problem“. Die Vorstellungen und Erwartungen sind riesig, das Bild im Kopf ganz genau definiert und die Vorfreude gross. Ja, jetzt beginnt die Strasse. Der Wind bläst so stark, dass wir Biene nicht fliegen lassen können. Wir sind am Meer, genauer am Atlantik okay. Die Parkplätze sind voll, war zu erwarten. Nach wenigen Kilometern fahren wir nicht mehr am Meer und ich behaupte die ganze Zeit, das kommt wieder, das war es noch nicht.

Wir machen zwei kurze Spaziergänge und übernachten etwas abseits dieser zugeparkten Plätze direkt an der Strasse. Dort stehen wir mit einem Nordiren alleine an einem kleinen Fjord. Natürlich kommt er sofort raus, als wir draussen hinsitzen und beginnt mit uns zu plaudern – ach wie haben wir das vermisst! Die Briten sind einfach ein tolles Volk! Seine Frau gesellt sich später auch dazu und als unser Grillgut gar ist, ziehen sie sich zurück. Wir essen an diesem herrlichen Platz und schauen erst Stunden später der untergehenden Sonne zu – es ist schon nach 23 Uhr bzw. beim zweiten Bild noch etwas später und das ist durch eine verdunkelte Scheibe aufgenommen! Ja, das lange Tageslicht ist einfach nur geil!

Am nächsten Morgen tauschen wir Reisepläne und Routen mit unseren Nachbarn aus. Du musst wissen, die zwei fahren ein riesen Schiff eines Wohnmobils und tauschen sich mit uns ohne Vorbehalte aus. Sie finden sogar, unser Camper habe eine super grösse und ihr nächstes werde wohl auch etwas handlicher werden. Wir müssen wirklich zurück nach Grossbritannien und Irland! Alleine schon wegen den super herzlichen Menschen von dort.

Nun aber freuen wir uns sehr auf den Rest der Atlantikstrasse. Der beste Teil muss ja noch vor uns liegen, wir sehen ja die Strassenwindungen auf Google Maps. Als wir schon fast glaubten, die Strasse sei wohl doch mautfrei, kommt ein Tunnelschild mit „Kr“ darauf – die wollen also ein paar Kronen von uns haben. 147 Kronen durften wir schlussendlich übergeben – knapp 16 Euro! Danach ging es in einen tiefen Tunnel hinab und unten angelangt wieder hinauf. Ähm, so sehen wir die Strasse doch gar nicht! Ein Blick auf die Karte sagt aber, es gibt hier keine andere Strasse! Und zack, sind wir in Kristiansund, dem Ende des Atlantikweges.

Ja, du bemerkst bestimmt, das diese Sehenswürdigkeit uns nicht vom Hocker gehauen hat. Die Strasse sieht auf Bildern von oben genial aus! Deshalb wollten wir da unbedingt hin. Wir wussten, dass sie nur kurz ist. Aber nicht, dass sie so kurz ist! Und weil wir gestern wegen Wind nicht fliegen konnten, sahen wir die Strecke auch nur vom Boden aus. Das war schön, aber den Umweg und die Maut erst recht nicht wert. Unser Tipp, für alle, die diese Strecke fahren wollen: Nach dem ersten südlichen Teil umdrehen und nicht bis ganz nach Kristiansund fahren. So kann die teure Tunnelfahrt gespart werden, denn die Fahrt über die Insel bis zum Tunnel war jetzt wirklich nicht spektakulär. Es ist wirklich nur das ganz kleine Stück von Vevang bis Karvag, dass speziell ist. Mit einer dieser zahlreichen Passstrassen, die wir hier in Norwegen schon gefahren sind, kann diese Strasse für unseren Geschmack aber nun wirklich nicht mithalten.

 

Thurgau-Special Folge 5: Altnauer Apfeldorf
Mit den E-Bikes auf dem Apfelweg unterwegs, ein Picknick mit vielen Thurgauer Spezialitäten und ein Armbrust-Wettbewerb: Wer ist Tell?
Mach die Untertitel an, wenn du uns nicht verstehst 🙂
 

Alltag in Schweden
Ein richtig toller Übernachtungsplatz mit Frühstück in der Hängematte. So geil ist Schweden.
 

Teil 1: Einreise nach Norwegen
Wir haben so viel erlebt, da braucht es tatsächlich zwei Teile dafür! Den ersten Teil von der Einfahrt nach Norwegen gibt es hier.

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Die Enttäuschung in den Knochen ging es dann erst recht schnell. Wir fuhren an Trondheim vorbei auf direktem Weg nach Schweden. Kurz vor der Grenze fanden wir einen hübsch aussehenden Übernachtungsplatz an einem Stausee, der abgesehen von den vielen Bremsen auch schön war, bis ein Dänisches Paar mit Wohnwagen neben uns parkten und uns mit dem Sprit getränkten Rauch ihres Einweggrills einhüllten. Ein spezielles Paar. Parkten sie doch fast auf uns drauf, sagten keinen Ton, hatten kaputte Bürostühle als Sitzgelegenheit für Draussen dabei und neben dem Einweggrill einen Feuerlöscher.

Wir packten unseren Kram ein und fuhren weiter. Es gibt genug schöne Plätze, da brauchen wir uns hier nicht zu ärgern. Ein paar Kilometer weiter fanden wir dann einen Traumplatz. Hier verbrachten wir auch gleich einen grossen Teil des nächsten Tages. Warum siehst du auf den Bildern.

Das Ruderboot inklusive Schwimmwesten ist übrigens zur freien Verfügung dort angebunden und darf von Besuchern genutzt werden, wie auch die Angelstühle, die Feuerstellen und die schön angelegten Wege. So macht Norwegen Spass und das war dann auch der letzte Eindruck vorerst vom Land, denn keine 3 Kilometer weiter fuhren wir zurück nach Schweden und direkt an diversen Supermärkten und Tankstellen vorbei. Warum hier wohl nur Norwegische Fahrzeuge standen? 😉 Einkaufstourismus gibt es wohl nicht nur an der Deutsch-Schweizer Grenze, sondern auch hier. Fast schon fühlen wir uns etwas heimisch.

In Östersund finden wir nicht nur eine tolle Möglichkeit, das Fussballspiel bei einem Public Viewing zu schauen, sondern auch Dank Hinweis vom Touristenbüro einen unabhängigen Computer-Spezialist. Nach einer Abklärung des PC-Profis rief er uns an und hatte eine gute sowie eine weniger gute Nachricht. Der erfreuliche Punkt: Ein neuer Akku inklusive Montage koste uns rund 2380 Kronen – rund 238 Euro. Okay, wir hätten mit viel mehr gerechnet. Das weniger gute an der Sache, die Lieferung des Ersatzakkus würde etwa 7 Tage dauern. Och… aber auch nicht ganz so schlimm. Es hat sich ein Haufen Arbeit angesammelt, also haben wir etwas Zeit, daran zu arbeiten und die weitere Route durch Finnland und Co. zu planen.

Die weitere schlechte Nachricht des Tages: Obwohl Schweden ein sehr machbarer Gegner gewesen wäre, standen die gelben Jungs so dicht hinten, dass unsere – manchmal ja etwas beflügelten (okay schlechter Wortwitz, das mit den Doppeladlern war wirklich keine Glanzleistung) – Nati nicht vor’s Tor kam und mit Weitschüssen ist das so ne Sache bei unserer Mannschaft. Kurzes Ende: Die Schweden hatten bei einem Match, der von beiden Teams keine Höchstform war, den entscheidenden Treffer erzielt. Und wir sind draussen.

Da wir ja nun ein paar Tage Zeit hatten, nisteten wir uns auf einem bezahlbaren und schön im Grünen gelegenen Camping ein. Elche und sogar eine Bärin mit zwei Jungen soll es in der Umgebung geben. Wir machten zwar Begegnung mit gefühlt Millionen von Tieren, doch Säugetiere waren keine dabei – nur saugende Plagegeister. Wir haben die Stechmücken Schwedens gefunden, oder besser sie uns. Und so war ein Abendspaziergang um auf Elchsafarie zu gehen, gar keine tolle Angelegenheit. Die Kapuzen sind auch nicht wegen Wind oder Kälte oben! Wir werden hier attakiert! Wir hatten dafür einen neuen Contest erfunden: Wer erschlägt mehr Mücken IM Camper obwohl an allen Türen und Fenstern Mückennetze hängen?

Wir spannten zum Schlafen sogar im Camper um das Bett herum Netze. So konnten sie uns wenigstens im Schlaf nicht aussaugen. Ich schlief schlecht, zwar hinter dem Netz aber doch nahe am Kopf die ganze Nacht über dieses „bssssssss“, ich schlug um mich, weckte Lui und kratzte mich an ganz schön vielen Stellen blutig.

Am zweiten Tag klingelte aber schon mein Handy. Okay, die dänische Nummer darin hat nur eine einzige Person, und die war es auch. Der Mitarbeiter vom Computergeschäft rief an, der Akku sei schon hier, wir könnten heute noch (Freitagmittag) oder morgen vorbeikommen. Da wir noch am Wäsche waschen waren, nutzten wir den Freitag noch zum Arbeiten und fuhren am Samstag zurück nach Östersund.

Und nun sind wir also bei gestern angelangt. Und am Anfang sagte ich ja schon, dass es Probleme gab. Nachdem wir das MacBook zum Spezialisten brachten und uns in ein Cafe setzten, das mit Free Wifi warb, hatten wir doch zu viel Zeit für Gespräche, denn das Free Wifi existierte zwar, war aber so schlecht, dass an einen Upload nicht zu denken war. Zurück im Camper quälten wir das Ortseigene freie Wlan, schafften aber doch nur ein paar Prozente.

Telefon klingelt! Jupii – oder doch nicht! Am anderen Ende der Leitung war keine Höchststimmung. Der gelieferte Akku sei defekt. Wir gingen zum Geschäft und schauten uns die Lage vor Ort an. Ein Ende des Akkus war in der Tat aufgebläht und nicht flach, wie er hätte sein sollen. Unser Akku bereits draussen kam die Frage, was nun. Neuen bestellen? Weiterreisen und wo anders reparieren? Obwohl die Bestellung natürlich erst am Montag rausgeht, haben wir uns für’s erneute Warten entschieden. Ärgerlich aber was wollen wir machen. Nun schneidet Lui also Videos auf einem MacBook, das gar keinen Akku mehr darin hat. Geht auch, braucht einfach genau wie zuvor immer Strom vom Ladegerät.

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Beim ersten Onlinekongress für Camper und Vanlifer berichten erfahrene Experten, darunter auch wir, in spannenden Interviews von ihrem Leben auf vier Rädern.

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Mehr Infos gibt es auch hier:
Facebook: https://www.facebook.com/CamperNomads/
Instagram: https://www.instagram.com/campernomads/

Wir freuen uns, wenn auch du mit dabei bist!

Am Nachmittag schauten wir im Ortszentrum selbst auf einer grossen Leinwand das Viertelfinale England – Schweden. So richtig können wir ja nach dem Rausschmeissen von uns Schweizern nicht mehr mit den Schweden jubeln, aber doch wäre es halt toll, wenn sie weiter kommen, weil wir ja noch immer im Land sind und dann bestimmt noch weitere Spiele sehen könnten. Doch es kam anders. Die Engländer rissen das Spiel an sich und machten den Weg ins Halbfinale klar.

Wir sitzen einmal mehr auf einem kleinen Camping im Grünen – einem anderen als zuvor. Dieses Mal aber hat es keine einzige Stechmücke da draussen und wir geniessen es unheimlich, mit offenen Türen zu arbeiten. Die Mückennetze hängen zwar teilweise noch – da ist vor allem bei mir ein kleines Trauma wegen diesen Biestern entstanden – doch es summt maximal einmal eine vobeifliegende Hummel. Und Hummeln sind total okay.

Drück uns also nun die Daumen, dass am Dienstag oder Mittwoch ein guter Akku ankommt und der Wechsel dann problemlos von statten geht. Ohne weitere Komplikationen bitte.

Das war’s für diese Woche. Wir wünschen dir einen schönen Sonntag und nicht vergessen: Heute Abend ist wieder Thurgau Tourismus Zeit und du kannst bereits in der 6. Folge mit uns durch unsere Heimat reisen.

Herzliche Grüsse von der Work-Base
Lui & Steffi

 

Genuss Tour: Altnau Apfeldorf
Nicht nur ein Video, sondern auch ein Blogpost gibt es zu unserer Genuss-Tour. Hier der vierte Tag.
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Wir zu Gast bei Sebastian
Schon zum zweiten Mal durften wir Sebastian von unserem Abenteuer Europa erzählen. Hör doch rein – perfekter Zeitvertrieb für unterwegs!
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Von | 2018-07-14T19:36:46+00:00 14, 7, 2018|Nordeuropa, Reisetagebuch|0 Kommentare

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