Reisetagebuch 30/18: Wir sind wieder Zuhause

Für einmal schreibe ich diesen Newsletter nicht in oder vor Karl in irgendeinem Land in Europa, sondern am heimischen Wohnzimmertisch. Es weht mir kein frischer Wind um die Nase, wir stehen nicht irgendwo in der Natur und hören die Vögel zwitschern. Ein komischen Gefühl, an das wir uns aber in den nächsten Tagen „leider“ gewöhnen müssen. Ja, die Reise ist vorbei – vorerst auf jeden Fall. Doch dazu später mehr.


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#30/18: Wir sind wieder Zuhause
Steig ein und reise mit uns durch alle 47 Länder Europas!

Bevor wir zur Zukunft kommen, widmen wir uns erst der Vergangenheit, schliesslich haben wir es doch tatsächlich versäumt, dir in der vergangenen Woche einen Newsletter zuzusenden und auch gestern hat die Zeit nicht gereicht. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle entschuldigen.

Den letzten Newsletter haben wir dir vom Camping Sedliacky Dvor in der Slowakei geschickt, du erinnerst dich sicher, der Platz mit den vielen Tieren, den Hühnern und den Katzen. Auf diesem Platz sind wir dann auch noch ein paar Tage geblieben, genauer bis zum folgenden Mittwoch.

Wir lagen aber nicht einfach nur tatenlos rum, auch da rief die Arbeit. Zum einen haben wir an unseren eigenen Projekten, dem Blog und YouTube gearbeitet, zum anderen haben wir aber auch zusammen mit den super netten Betreibern den Imagefilm zum Campingplatz überarbeitet, den wir im vergangenen Jahr erstellt hatten.

Mit der Arbeit aber war es aber vorbei als Dani und Ralf mit ihrem Ford-Wohnmobil auf den Platz fuhren. Erinnerst du dich noch an die Beiden? Wir haben sie an unserem letzten Abend in Polen auf einem Wanderparkplatz getroffen. Es war so ein wunderschöner Abend, dass wir uns schon da geschworen hatten, uns irgendwann wieder zu treffen. Dass es nun so schnell geklappt hat, hätten wir alle nicht gedacht. Der erste Abend zu viert war dann auch so feuchtfröhlich, dass wir alle den folgenden Tag erholend bei Netflix im Camper verbrachten. Nur kurz trafen wir uns auf dem Gang zur Toilette und wechselten ein paar Worte mit einem Schmunzeln. Nach einem weiteren Abend mit Bier und Wein verabschiedeten sich Dani und Ralf. Dieses Mal aber war die „Trennung“ nur kurz.

Den letzten Tag auf dem Camping Sedliacky Dvor verbrachten wir dann wiederum vor den Laptops, es sollte das letzte Mal für eine ganz lange Zeit sein. Abends lud uns das holländische Betreiber-Paar ans gemütliche Lagerfeuer ein. Noch lange plauderten wir über die Slowakei, über Rumänien und über unsere Reise bevor wir beim eingeschalteten Heizlüfter ins Bett krochen.

Der nächste Morgen war schon wenige Stunden später da. Trotz der eher kurzen Nacht waren wir schon früh topfit. Kein Wunder, wir hatten uns auch viel vorgenommen. Mit einer dicken Umarmung verabschiedeten wir uns von Dion und Monique und liessen uns das Versprechen abringen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Hoffentlich klappt es auch, wir lieben diesen Ort einfach!

Von Brezno ging es nach Cerovo, quasi einmal mehr durch die Slowakei. Eigentlich wollten wir uns unterwegs noch Zvolen anschauen, doch Steffi verspürte einen inneren Drang so schnell wie möglich ankommen zu wollen und auch ich spürte diesen Drang, kein Wunder, unser Ziel war der Camping Lazy. Erinnerst du dich noch?

 

Hier geht’s zum Lazy-Video vom letzten Jahr.

Okay, einen kurzen Stopp machten wir unterwegs dann doch noch und zwar in einem Supermarkt. Wir füllten den Kühlschrank bis oben hin, so dass wir das kleinen Paradies so schnell nicht mehr verlassen müssen. Der Weg führte uns danach durch den bevölkerungsärmsten Teil der Slowakei zur Familie Kuijpers. Überraschen konnten wir Arnold und Bernadette mit unserem Besuch allerdings nicht. Zum einen hatten die zwei schon auf Facebook gelesen, dass wir in der Slowakei sind und zum anderen hatten unsere Freunde Dani und Ralf uns schon angekündigt. Ja, auch die Berliner zog es weiter auf diesen wunderschönen Platz mitten in der Natur, so hatten wir nochmal die Chance, ganz viel Zeit miteinander zu verbringen.

Kaum angekommen stapften wir über den Platz und fühlten uns sogleich wie Zuhause. Wir besuchten Trudy das Schwein, die Seidenhühner, die Ponys und die Ziegen. Auf diesen Platz freuten wir uns wirklich schon seit Wochen, unbedingt wollten wir nochmal da hin. Tatsächlich hat es geklappt und das auch noch mit der besten Nachbarschaft, die man sich nur vorstellen kann.

Die folgenden 5 Tage waren mitunter die schönsten unserer ganzen Reise! Mit Ralf und Dani verstehen wir uns so gut wie mit Freunden, die wir schon jahrelang kennen. Stundenlang sprachen wir über unsere Leben, über die Liebe, über das Reisen und auch über Probleme. Dani und Steffi wechselten sich mit backen ab, Ralf und ich sammelten zusammen Holz für das allabendlichen Lagerfeuer, an dem wir uns nicht selten eine Flasche Whisky gönnten.

Toni der kleine Jack Russell unserer Freunde hielt uns dabei immer auf Trab und sorgte für viele Lacher. Der kleine Kerl ist schon 11 Jahre alt aber noch immer topfit, einmal mehr merkten wir dabei, wie sehr uns doch ein Tier fehlt…

Wir merkten schnell, wie gut uns die Ruhe an diesem Ort tat. Keine ständige Suche nach einem Stellplatz, kein Wassersparen, kein Toilette leeren, einfach sein und geniessen. Als wir schon beinahe 90 Prozent unseres Tempos gedrosselt hatten, fuhr ein Camper mit Thurgauer Nummernschild auf den Campingplatz. Sandro und Melanie, die 6 Monate durch Europa reisen, haben extra einen Umweg gemacht, um uns nochmal zu sehen. Kannst du dich noch erinnern? Nur ein paar Tage zuvor haben wir die Geocacher in Litauen getroffen.

Wir konnten unser Glück kaum fassen, nun waren wir alle zusammen an einem Ort, den man so einfach nur in der Slowakei findet. So schön!

Am Lagerfeuer rückten wir ein bisschen zusammen und auch Sandro bekam ein Glas für den allabendlichen Whisky, schlussendlich waren wir quasi eine Familie und als Ralf am Sonntag auch noch seinen Geburtstag feierte, war der Höhepunkt erreicht. Steffi zauberte einen Butterzopf und einen Heidelbeer-Streuselkuchen aus dem Omnia, ich bekam eine kurze Video- und Fotoschulung während sich Melanie und Sandro derweil um das Lagerfeuer kümmerten. So sassen wir auch am letzten gemeinsamen Abend lange um die lodernden Flammen und schwankten erst spät ins Bett.

Am Montagmorgen kam dann der schwerste Teil, der Abschied. Doch bevor wir uns drückten, wartete Bernadette noch mit einer echten Überraschung auf uns, haben doch in der Nacht 2 Lämmlein das Licht der Welt erblickt. Als ob das nicht schon schön genung wäre, tragen die Geschwister nun die Namen Lui und Steffi. Ein Teil von uns bleibt also noch lange in der Slowakei. So schön!

Sandro und Melanie werden wir derweil in Kürze wieder sehen, Ralf und Dani hoffentlich im März in Berlin zur ITB. Vielen lieben Dank euch allen für diese wunderschöne Zeit in der Slowakei.

Unser Weg führte uns an diesem regnerischen Montag weiter nach Wien, wo am Dienstagmorgen bereits die nächste Verabredung auf uns wartete. Es war schon später Nachmittag als wir auf den Stellplatz etwas ausserhalb der Stadt rollten. Kaum eingecheckt fanden wir uns auch schon in der U-Bahn wieder. Ich nenne es jetzt einmal der „Ruf des Schnitzels“ war es, der uns in die Stadt zog. Angekommen beim Fiegelmüller stellten wir uns artig in die wartende Schlange. Hier soll es die besten Schnitzel der Stadt geben.

Nach gut 15 Minuten warten wurde uns auch schon ein Tisch zugewiesen. Ein kurzer Blick über die Karte und wir wussten, was wir wollten. Tja, und wer mit Kohldampf bestellt, der bestellt auch oft zu viel so auch wir. Wir kämpften, machten Pausen, tranken viel doch schlussendlich hatten wir keine Chance gegen die grossen Portionen und kapitulierten. Mit leichten Bauchschmerzen aber viel Vorfreude auf den nächsten Tag krochen wir schon früh und total erschöpft vom langen Tag unter die Decke.

 

In Vilnius für 3 Euro parken 
Eigentlich wollten wir ein paar Stunden bleiben, doch wir verbrachten zwei Tage in Vilnius. Warum uns die Stadt so gefallen hat, erzählen wir dir hier.
 

Ohne Visum nach Russland
Wir haben es doch noch geschafft und konnten ohne Visum nach Russland. Wie das funktioniert, erklären wir dir in diesem Video.
 

Ticket für den Suisse Caravan Salon gewinnen!
Zeit für eine Erklärung und gleichzeitig Ticketverlosung für den Suisse Caravan Salon.

Punkt 7 Uhr klingelte am Dienstagmorgen dann der Wecker. Heute war nichts mit liegenbleiben, mit lauern und nochmal einschlafen wir mussten aufstehen und sogleich auf die U-Bahn mit der Nummer 6. Noch etwas verschlafen erreichten wir die Haltestelle Alser Strasse, wo Karin und Daniel bereits auf uns warteten. Das junge Paar aus Wien reiste wie wir auch in den vergangenen Monaten quer durch Europa. Allerdings nicht mit einem Van, sondern stilecht mit einem Defender. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was wir alles zu besprechen und erzählen hatten. Als die Kaffeetassen schon lange ausgetrunken waren, standen wir noch immer in der Bäckerei.

Kurz bevor wir die Zeit ganz vergassen, verliessen wir das Café. Karin und Daniel, die ebenfalls ihr Leben und ihre Reise auf YouTube dokumentieren, nahmen uns „an die Hand“ und führten uns noch an die schönsten Plätze in Wien bevor sich unsere Wege auch schon wieder trennten. Es war kurz aber sehr sehr interessant. Mal sehen wo auf der Welt wir uns als nächstes sehen werden.

Hier findest du die zwei auf YouTube: Defender around europe

Zurück auf dem Stellplatz tippten wir unser nächstes Ziel ins Navi ein. Leutasch – 507 Kilometer – 5.15 Stunden. So lange sassen wir schon eine ganze Weile nicht mehr an einem Stück auf dem Bock. Einmal quer durch Österreich von Wien ins Tirol. Es gibt spannenderes… Einmal mehr überbrückten wir die Zeit mit spannenden Podcasts und schafften es so kurz nach 21 Uhr an unser Ziel, das Camper Van Summit Meeting. Im Restaurant kredenzten wir uns noch kurz eine Portion Spätzli bevor uns die Augen während einer weiteren Netflix-Folge zufielen.

Als wir am nächsten Morgen die Schiebetür von Karl öffneten, trauten wir unseren Augen kaum. Was für ein gigantisches Panorama – es gibt wohl keinen besseren Ort für ein Camper Treffen!

Genau an diesem Ort verbrachten wir die vergangenen 5 Tage. Wir tauschten uns mit Herstellern, anderen Bloggern und Zuschauern aus, lauschten spannenden Vorträgen und gaben sogar selber einen Workshop. Okay, Steffi gab einen Workshop und zwar Outdoor-Cooking mit dem Omnia.

Die Kochshow mauserte sich dann auch schnell zu einem Renner. Nicht weniger als sechs Mal zauberte Steffi mit dem Omnia leckere Gerichte und verblüffte so die Gäste. Eine ganze Reihe der Rezepte ist bereits online, schau also unbedingt auf dem Blog vorbei:

www.comewithus2.com/Camping-Küche

Wir hatten wunderbare Gespräche, bekamen viele Inputs und sprachen auch über kommenden Projekte. Du darfst gespannt sein!

Nach weiteren 3 Stunden Autofahrt kamen wir dann gestern Abend wie geplant Zuhause an – total erschöpft aber sehr sehr glücklich. Die vorerst letzten Tage unserer Reise waren definitiv die schönsten.

Nun ist auch schon wieder Montag und für uns beginnt der Arbeitsalltag. Es gibt viel zu tun. Was alles, verraten wir dir am kommenden Sonntag hier im Newsletter, dann wieder pünktlich – versprochen.

Liebe Grüsse aus dem Thurgau

Dein comewithus2-Team
Lui & Steffi

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Von | 2018-10-17T18:04:55+00:00 17, 10, 2018|Reisetagebuch|0 Kommentare

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