Reisetagebuch 22/18: Mitternachtssonne und Kugel

Was genau ist eigentlich der Polarkreis? Wir überqueren ihn in Schweden, besuchen ein Samen-Museum und fahren zurück nach Norwegen. Dort sehen wir nicht nur Wale, sondern besuchen Senja – die Lofoten-Alternative – und fahren nochmals rund 800 Km nördlich, bis es wirklich nicht mehr nördlicher geht. Weisst du, wo wir stehen?

 

79 Wochen sind vorbei!
Lies hier, was wir alles erlebt haben.

 

 

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#22/18: Mitternachtssonne und eine ganz spezielle Kugel
Steig ein und reise mit uns durch alle 47 Länder Europas!

 

 

 

 

 

Nach der Pleitenwoche folgt der Sonnenschein und mit der Überquerung des Polarkreises begleitet uns die Sonne nun 24 Stunden am Tag! Ein einmaliges Erlebnis und eine besonders einmalige Woche. Ich glaube, wir haben all unser Pech letzte Woche aufgebraucht, die letzten Tage war davon zumindest nichts mehr zu spüren.

Die Drohne haben wir ja glücklicherweise heile vom Baum heruntergebracht, am nächsten Morgen wanderten wir dann auch erneut den Weg am See entlang, kamen an der Unglücksstelle vorbei und liessen alles Negative hinter uns zurück. Eine tolle Landschaft erkunden wir bei richtig warmen Temperaturen und viel Sonnenschein.

 

 

 

Danach geht es die 11 Kilometer durch den Wald zurück auf die E45 – immer weiter Richtung Norden. Und dann nach nochmals gut 3 Stunden Fahrt durch dieses bezaubernde Schwedisch Lappland, mit seinen Mooren, den Birkenwäldern, den Rentieren und selten aber ab und an auch seinen Elchen, ja dann kommen wir endlich an, am Polarkreis.

 

 

 

Wir sind am 66. Breitengrad. Hier ist der südlichste Punkt, an dem die Mitternachtssonne zum Mittsommer sichtbar ist. Da wir aber bereits einige Wochen nach Mittsommer hier sind, müssen wir noch weiter Richtung Norden fahren, um die Sonne auch um 24 Uhr noch am Horizont stehen zu sehen. Wir holen uns noch schnell eine Urkunde ab, halten später für ein paar faule Rentiere und dann geht die Fahrt zügig weiter, immer weiter Richtung Norden.

 

 

 

Wobei… Weit kommen wir nicht gerade. Bereits in Jokkmokk legen wir einen Zwischenstopp ein. Hier wollen wir das Samen Museum besichtigen und verbringen schlussendlich fast zwei Stunden in der spannenden Ausstellung.

 

 

 

Du kennst uns bestimmt schon so gut, dass du weisst, wir besuchen normalerweise keine Museen oder Parks usw. Doch dieses eine Mal haben wir eine Ausnahme gemacht und selbst heute erzählen wir uns auf Wanderungen noch davon, was wir dort alles gelernt haben.

So nun geht es aber weiter! Oh, Moment, da sind ein paar Nordländer doch noch seeehr müde… Ist aber auch schonwieder eine ordentliche Hitze heute.

 

 

 

Den nächsten Halt machen wir im Muddus Nationalpark, wo wir kurz davor auch an einem lauschigen Plätzchen am See übernachtet haben. Hier schnüren wir die Wanderschuhe und obwohl wir im Moor mitten durch den Wald und entlang eines Flusses wandern, haben wir kaum eine Stechmücke um uns herum. So gefällt uns der Norden von Schweden!

 

 

 

Während dieser Wanderung treffen wir auf viele Bekannte, die wir gestern im Samen Museum kennengelernt haben. Da wären die schwarzen kleinen Krähenbeeren oder Kråkbär auf Schwedisch und die roten sind die Moltebeeren – Hjortron oder auch das Gold Lapplands genannt. Und auch die Hinterlassenschaften vom 5. Bild kennen wir nun: Hier müssen ziemlich viele Schneehühner leben! Zu Gesicht bekommen wir sie allerdings nicht.

Die Wanderung fällt dann auch etwas kürzer als geplant aus. Die Franzosen und Kroaten wollen nicht mehr warten und das entscheidende Spiel der Fussball WM 2018 spielen. Wir schauen es uns in einer Pizzeria in Kiruna an und sind somit nochmals ein gutes Stück gen Norden gefahren.

Kiruna selbst stufen wir als Arbeiterstadt ohne viel Glanz ein, deshalb fahren wir am gleichen Abend noch weiter zum nördlichsten Nationalpark Schwedens: Zum Abisko Nationalpark. Dort scheint die Sonne noch nach Mitternacht – allerdings hinter den Wolken:

 

 

 

Am Tag darauf ziehen wir zu Lui’s Leidwesen erneut die Wanderschuhe an und stapfen los. Es geht durch eine gigantische Moorlandschaft, einem türkisfarbenen Fluss entlang, an dem wir auch unser Picknick einnehmen. Für den Rückweg nehmen wir einen breiten Rehpfad, der je länger je schmaler wird und uns nach einer guten Stunde mitten im Moor alleine lässt. Toll! Umdrehen? Nein, jetzt nicht mehr! Augen zu und durch! Und so fanden wir nach etwa 20 Minuten quer durch den Wald und das Moor auch wieder auf den Weg, dem wir dann treu bis zu Karl zurück folgten.

 

 

 

Ein paar Kilometer weiter gingen wir zum letzten Mal in unseren Lieblings-Supermarkt ICA einkaufen, denn in Schweden sind Lebensmittel deutlich günstiger als in Norwegen. Wir füllten den Kühlschrank nochmals bis in die letzte Ecke und fuhren kaum 100 Meter weiter zum zweiten Mal nach Norwegen ein.

 

 

 

 

Thurgau-Special Folge 7: Tannzapfenland
Der letzte Tag durch unseren Kanton ist da und wir erleben nochmals richtig viel Thurgau. Barfussweg, Bier und eine echte Königin
Mach die Untertitel an, wenn du uns nicht verstehst 🙂
 

Zum Geirangerfjord mit dem Camper
Wunderschön, sehr bekannt und viel Stau aber auch eine absolut gigantische Passstrasse dorthin. Kommst du mit?
 

Der letzte Tag in Norwegen
Toller Übernachtungsplatz mit Bootsfahrt in Norwegen.

 

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Da wir uns noch immer nicht entschieden hatten, ob wir zu den Lofoten, zu Senja, zum Nordkapp oder wo sonst noch hinfahren wollen, parkten wir auf einem Parkplatz direkt am Meer und nahmen den Strassenatlas in die Hand. Wir schauten uns die Möglichkeiten an, berechneten die Kilometer und Fahrzeit und dann auf einmal war ein „pppfffff“ zu hören. Okay, wer übertreibt es hier mal so richtig mit ausatmen? Da ist niemand am Strand… aber was ist da im Wasser? Pppffff – Delf

 

 

 

Die Entscheidung, welchen Weg wir einschlagen, ist gefallen und wir machten uns an diesem Morgen auf weiter Richtung Norden. Bereits einen Fjord weiter sahen wir die Schweinswale schon wieder! Und dieses Mal, habe ich auch ein Bild, allerdings musst du schon auch etwas suchen 🙂

 

 

 

Wahnsinn! Ich kann mich kaum noch auf die Strasse konzentrieren, halte bei einer Bushaltestelle und wir schauen uns gemeinsam an, wie zwei Tiere an uns vorbeiziehen.

Den Abzweiger zu den Lofoten nehmen wir nicht, dafür fahren wir nun auf direktem Weg auf die Insel Senja. Dort fuhren wir den Scenic Drive – immerhin eine von den 18 schönsten Strecken in Norwegen – von Anfang bis zum Ende und staunten nicht schlecht über die Schönheit dieser Insel.

 

 

 

Türkisblaues Wasser, Sandstrände mit kleinen Korallenstücken, Berge – die Teufelszähne – mit wunderschönen Spiegelungen und nur sehr wenige Touristen. Trotzdem wurden wir doch das eine oder andere Mal von Zuschauern angesprochen. Mit einer ganz tollen Familie, die unter Hansemöwen MV auch YouTube und Instagram betreibt, verbrachten wir sogar den Abend gemeinsam am Strand und schauten der Sonne selbst weit nach 23 Uhr noch zu. Dann verschwand sie hinter den Bergen, sie ging also nicht etwa unter oder so.

 

 

 

Kaum zu glauben, dass auf dem letzten Bild wirklich schon 23 Uhr war! Danach gingen wir noch Fischen bzw. holten uns Tipps von den zwei Angelprofis ein und zack biss auch schon einer an. So schwer ist es wirklich nicht, deshalb waren Lui und ich uns einig, dass wir es demnächst selber auch probieren wollen.

Am nächsten Tag fuhren unsere neuen Freunde weiter auf die Lofoten und für uns ging es noch immer in nördliche Richtung. Wir hatten eine weitere Verabredung. Letzten Oktober waren wir bei der Familie Oppliger etwas ausserhalb von Bern auf ihrem Stellplatz zu Gast, nun werden wir sie hoch im Norden, rund 3’500 Kilometer von der Schweiz entfernt erneut treffen. Allerdings lagen zwischen ihnen und uns noch gut 9 Stunden Fahrt! Die Distanzen hier oben sind unvorstellbar weit! Senja ist doch schon so nördlich und doch ist da noch viel mehr.

Wir fuhren mal wieder Fähre, sahen dabei erneut Schweinswale, machten den Weg zum Ziel und nutzten die Abendstunden für ein noch besseres Vorwärtskommen. Natürlich erhofften wir uns auch, den ein oder anderen Elch zu sehen… Fehlanzeige! So fuhren wir und fuhren wir bis es Dunkel wurde und dann ging es nach dem Tunnel bei Sonnenschein weiter 😉 Nene, hier oben wird es nicht mehr dunkel! Und davon waren wir um 1 Uhr nachts dann auch definitiv überzeugt. Das Bild mit der Sonne, ja genau, das entstand genau dann.

 

 

 

 

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Diese Woche war der erste Camper Nomads Congress – Business on Wheels und wir waren nebst vielen anderen als Speaker vertreten. Der Anklang war riesengross, viele haben bereits von der geballten Ladung Wissen, dass du in den total 10 Interviews mit Digitalen Nomaden bekommen kannst, profitiert und die Rückmeldungen waren super!

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Schau gerne mal vorbei, wenn du dich für ein Leben auf Rädern oder auch ohne Räder aber mit unabhängigem Online Business interessierst.

 

 



 

 

Wir fahren hier eine Strecke, die uns immer wieder den Atem verschlägt. Die Landschaft ist wunderschön, Fjorde wechseln sich mit Passstrassen ab, weite Ebenen gehen in Birkenwälder über – es ist herrlich. Und das ein oder andere Highlight am Wegesrand kommt auch in Form eines Fotos mit – manche riechen einfach zu streng, um sie nicht nur in digitaler Form mitzunehmen…

 

 

 

Wenn sogar die Rentiere sich im Meer abkühlen, dann weisst du, dass es wirklich heiss ist. Wir haben die 25 Grad Marke schon wieder gut überschritten, als wir am vereinbarten Treffpunkt in Honningsvåg ankommen. Mit der Berner Familie schlendern wir durch das Ort, bestaunen die zwei riesigen Kreuzfahrtschiffe und dürfen dann sogar noch bei einem einmaligen Moment dabei sein, als Pesche Oppliger sein Alphorn hier im hohen Norden auspackt und uns die Heimat für ein paar Lieder lang ganz nah heran holt – freut euch auf das Video!

 

 

 

Der Abend war schon fortgeschritten, als wir uns von der Familie verabschiedeten. Noch ein paar Stunden und dann geht es für uns an das eigentliche Ziel hier oben. Lui ist schon etwas nervös, er war es, der sich nun definitiv für den Besuch hier entschieden hat und wir sind beide schon begeistert, alleine von der Anreise.

Doch nun ist es soweit, wir fahren ans Nordkapp. Als wir um 00:20 Uhr am Kassenhäuschen vorbeifahren, ist es schon geschlossen, die Schranke aber offen. Wir fahren hinein, parken Karl und sind sehr erstaunt, dass das Besucherzentrum noch geöffnet hat. So bekommt mein Urkundenfan also doch noch einen Zettel mit der Bestätigung, dass wir hier waren. Noch schnell ein paar Postkarten schreiben und gleich einwerfen, dann schauen wir uns noch den Nordkapp-Film zu den vier Jahreszeiten an, gehen durch die Ausstellung und können unser Glück kaum glauben, dass wir das alles hier ohne die über 50 Euro Eintritt für zwei Personen zu bezahlen geniessen können.

Als wir endlich nach draussen gehen, zieht der dicke Nebel, der hier ganz an der Spitze schon seit mehreren Stunden ausharrt genau in dem Moment weg, die Sonne zeigt sich und wir werden um 2 Uhr nachts von dem riesigen Feuerball geblendet. Dann zieht eine nächste Nebelfront auf, die letzten Besucher verlassen den Globus und wir sind ganz alleine. Geniessen diesen Moment, der uns für die Ewigkeit bleiben wird.

 

 

 

Wow! Wir sind sprachlos und glücklich, haben wir den Weg hier hin auf uns genommen. Etwas südlicher – hihi von hier geht es mit dem Auto ja nur noch südlicher – parken wir Karl und verbringen die Nacht.

Am nächsten Morgen parken wir um und geniessen den Tag an einem Strand einmal nur für uns. Jetzt ist auch der Moment gekommen, um unsere Angel auszuwerfen. Wir haben zwar nur Süsswasser-Köder aber hey, die zwei von der Hansemöwe MV meinten, die Fische würden hier auch bei leeren Blechdosen beissen, also rein damit. Okay, es hat schon sehr viele Algen direkt unterhalb des Felsens… aber ich pass halt ein bisschen auf. Ich werfe aus, für meine Verhältnisse recht weit, ziehe zweimal an der Schnur und oh nein… ich hänge fest! Ich Glückspilz habe doch schon beim ersten Auswurf dicke fette Algen gefangen… wobei Moment mal… Algen schwimmen doch nicht umher! Und da sehe ich durch das glasklare Wasser etwas schimmerndes sich bewegen! Schaaaa, da ist ein Fisch dran!

Am liebsten würde ich das Ding in meiner Hand wegschmeissen, ich hätte doch niemals damit gerechnet, dass da was anbeisst und ach du liebe Zeit, das ist ein ordentliches Ding da dran! Ich schaffe es, den Fisch aus dem Wasser zu ziehen und überlasse den Rest Lui. Der verspricht mir schon seit wir vor Jahren zum ersten Mal eine Angel ausgeworfen haben, dass er den Rest übernimmt – und jetzt hadert der liebe Mann etwas mit seiner Aufgabe. Doch schlussendlich führt er sie gekonnt und schnell aus. Als ich die Angel ein letztes Mal auswerfe und nachdem ich wirklich zahlreiche Algen dazwischen am Haken hatte, biss doch gleich noch ein Seelachs an. Dann war aber auch gut, schliesslich waren die zwei grossen Kerle bereits mehr als genug für uns zwei.

 

 

 

Rate mal, was es bei uns gestern zum Abendessen gab?

Ja, das war unsere gigantisch tolle Woche. Schön warst du wieder mit dabei. Nächste Woche melden wir uns dann aus Land Nr. 37 – Finnland.

Bis die Tage

dein comewithus2-Team

 

 

 

 

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Von | 2018-07-28T09:23:39+00:00 28, 7, 2018|Nordeuropa, Reisetagebuch|0 Kommentare

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